Der Premierensieg unter dem neuen Trainer Niko Kovac (53) ist geschafft – und wie! Das 6:0 (2:0) gegen Union Berlin gibt Borussia Dortmund wieder Hoffnung. Serhou Guirassy schoss sich mit einem Viererpack (40. Minute/75./80./83.) den Frust der letzten Wochen von der Seele.

Nach zwei Auftaktniederlagen in der Liga unter Kovac jetzt der erste Sieg. Dabei hilft Union mit einem Eigentor ordentlich mit.

Diogo Leite (26) hält seinen Fuß in einen Schuss des Ex-Unioners Ryerson (spielte von 2018 bis 2023 für die Berliner), fälscht die Kugel so unglücklich und für Keeper Rönnow unhaltbar ab – 1:0 (25.)!

Bitter: Für Leite ist es im 82. Bundesliga-Spiel das erste Eigentor. Ins richtige Tor traf er noch nie.

Kurz darauf ist der BVB im Alu-Pech!

Nachdem Doekhi eine flache Flanke von Ryerson blockt und der BVB Handelfmeter fordert, knallt Beier die Kugel an die Latte (29.).

Passend zum Gründungsjahr 1909 des BVB legt die Kovac-Elf um 19.09 Uhr das 2:0 nach!

Nach einem starken Ballgewinn von Bensebaini findet Groß mit einer Flanke am zweiten Pfosten Serhou Guirassy (28), der sich gegen Leite durchsetzt und per Kopf zum 2:0 einnickt (40.)!

Nach der Pause erhöht Guirassy mit seinen Liga-Buden Nummer 11, 12 und 13 noch auf 5:0 (75./80./83.), schnürt so seinen Viererpack. Maximilian Beier (22) sorgt kurz vor Schluss für den 6:0-Endstand (89.).

Und Union? Nur Hollerbach (35.) sorgt vor der Pause mit einem Abschluss für etwas Gefahr, Kobel verhindert aber den Ausgleich.

Ansonsten ist der BVB überlegen (11:4 Torschüsse, 59 % Ballbesitz in der ersten Hälfte). Groß (7./71.), Guirassy (52.) und Beier (62./72.) lassen gute Chancen liegen. Adeyemi trifft noch den Pfosten (74.).

Nach dem glanzlosen Achtelfinal-Einzug in der Champions League (0:0 gegen Sporting) am Mittwoch verändert Kovac seine Startelf auf drei Positionen: Bensebaini ersetzt hinten links sehr überraschend Svensson. Außerdem kommt Beier für Gittens (Pause) rein und Reyna darf für Brandt (fehlt wegen einer Muskelverhärtung im Kader) von Beginn an ran.

Vor Anpfiff zünden sowohl die BVB-Fans auf der Süd als auch die Union-Anhänger im Gästeblock reichlich Pyros – auch auf dem Rasen ist von Beginn an Feuer drin.

Schon nach 5 Minuten gibt es den ersten kleinen Aufreger: Adeyemi fällt nach einem leichten Schubser von Hollerbach – reicht aber nicht für einen Elfer, sieht auch Schiri Dankert (Rostock) so.

Der Dreier ist nicht nur für den BVB, sondern auch für Kovac, nach den zwei Liga-Pleiten (1:2 gegen Stuttgart und 0:2 in Bochum) extrem wichtig. Der Rückstand auf Champions-League-Rang 4 beträgt „nur“ noch sieben Zähler.

Und mit dem Sieg stemmt sich Dortmund auch gegen das Winterschlaf-Problem.

Hintergrund: Seit der Saison 2021/22 ist der Punkteschnitt zwischen November und Ende Februar rapide abgesunken. Einzige Ausnahme: die Fast-Meisterschaft unter Ex-Coach Edin Terzic (42).

In den anderen drei Jahren schaffte es die Mannschaft sowohl unter Marco Rose, Nuri Sahin und Terzic nie, mehr als 1,5 Punkte pro Spiel einzufahren! In der aktuellen Saison ist der Schnitt sogar auf 1,38 Zähler abgesackt. Gruselig.

Gut für den BVB, dass es diesmal mit 13 Grad bei Anpfiff nicht so kalt war …

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