Carlo Ancelotti (65) wird der erste ausländische Nationaltrainer von Fußball-Rekordweltmeister Brasilien. Doch das sorgt nicht bei allen für Begeisterung.

So macht zum Beispiel Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva (79) keinen Hehl aus seiner Skepsis zur Verpflichtung des langjährigen Trainers von Real Madrid.

Lula zu Journalisten während einer Reise nach China: „Ich habe nichts dagegen, dass er Ausländer ist. Aber wir haben in Brasilien auch Trainer, die in der Lage sind, die Selecao zu führen.“

Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva (79) hätte wohl lieber einen anderen Trainer gehabt

Foto: Tingshu Wang/REUTERS

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Lula gegen Ancelotti als Brasiliens Nationalcoach ausspricht. Schon 2023 richtete er in einem Interview mit dem brasilianischen Nachrichtensender „SBT News“ eine kleine Spitze in Richtung des Italieners.

Lula: „Ich mag Ancelotti, aber er war nie der Trainer Italiens. Wenn er das Problem Brasiliens lösen wollte, warum löst er dann nicht das Problem Italiens, das nicht einmal an der letzten Weltmeisterschaft teilgenommen hat.“

Ancelotti übernimmt Brasilien schon Ende Mai

Doch selbst der brasilianische Staatspräsident konnte den ersten ausländischen Nationaltrainer auf dem brasilianischen Trainerstuhl nicht verhindern.

Seit Montag ist bekannt, dass Ancelotti Real Madrid vorzeitig verlassen und somit Platz für Leverkusens Meister-Macher Xabi Alonso (43) machen wird.

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Schon ab dem 26. Mai wird der Italiener das Trainer-Geschäft beim fünfmaligen Weltmeister übernehmen. Vorgänger Dorival Junior (63) musste nach der 1:4-Pleite gegen Erzrivale Argentinien im März seinen Hut nehmen. Seitdem sind Vinicius Jr. (24) und Co. ohne Trainer.

Der Ex-Bayern-Coach (von 2016 bis 2017 in München) steht in Brasilien vor einer großen Aufgabe und noch größeren Erwartungen. Seit dem letzten WM-Titel 2002 hat Brasilien bei jedem Turnier gegen europäische Gegner die Segel gestrichen. Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko soll sich das endlich ändern. Die Mission für Ancelotti ist also klar: WM-Titel Nummer 6 muss her.

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