Sie hatten sich eine blendende Ausgangsposition erspielt und erkämpft, jetzt sind die Handballer von Zweitligist GWD Minden nicht mehr die Gejagten, sondern die Jäger.
Die Ostwestfalen waren wochenlang als Tabellenzweiter der 2. Liga auf Kurs Rückkehr in die Daikin Handball-Bundesliga, die nicht das ursprüngliche Saisonziel war. Jetzt ist der ehemalige Meister und Europapokalsieger auf Rang 3 hinter das Sensations-Team des TV Hüttenberg abgerutscht. Freitag (19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) muss Minden beim HC Elbflorenz in Dresden antreten.
Boss von Handball-Traditionsklub: „Wir haben nur noch Endspiele“
Mindens Geschäftsführer Nils Torbrügge (32) hat nach den Niederlagen in den Spitzenspielen in Hüttenberg (23:28) und gegen HBW Balingen-Weilstetten (28:34) die Woche für viele Gespräche mit seiner Mannschaft genutzt: „Ich habe schon das Gefühl, dass sie sich geschüttelt und die Wichtigkeit der nächsten Partien erkannt haben. Das Spiel beim HC Elbflorenz ist für uns das Erste von noch vier Endspielen.“
Freitag in Dresden, Dienstag (19.30 Uhr) das Nachholspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen. Fakt ist: Schon eine Niederlage kann das Ende aller Aufstiegs-Hoffnungen für die Mindener bedeuten. Das weitere Restprogramm von GWD: Heimspiel gegen den Dessau-Rosslauer HV (31. Mai, 18 Uhr), am letzten Spieltag (7. Juni) beim TuS Ferndorf.
Der von Minden jetzt gejagte TV Hüttenberg empfängt am Freitag (19.30 Uhr) den TV Großwallstadt, am 31. Mai (19.30 Uhr) kommt der HC Elbflorenz zu den Mittelhessen. Kurios könnte der Hüttenberger Saisonabschluss bei den Eulen Ludwigshafen am 7. Juni (18 Uhr) verlaufen.
Trainer der Ludwigshafener ist Hüttenbergs Ex-Coach Johannes Wohlrab (39). Es ist möglich, dass Hüttenberg mit einem Sieg in diesem Spiel den eigenen Aufstieg perfekt macht und damit gleichzeitig die Ludwigshafener und den Ex-Trainer in die 3. Liga schickt.
Alle Spiele der 2. Handball-Bundesliga zeigt Streaming-Dienst Dyn (gehört wie BILD und SPORT BILD mehrheitlich Axel Springer/Anzeige) live.


