Der Fall wird zu den Akten gelegt.
Der französischen Biathlon-Topathletin Julia Simon drohten nach ihrer nationalen Sperre weitere Konsequenzen – doch nun steht fest: Die Biathlon Integrity Unit (BIU) lässt den Fall ruhen.
Man werde keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen, da man „zufrieden“ sei mit der Lösung durch das Gericht in Albertville und den französischen Skiverband.
Damit bleibt es bei der bereits verhängten Sperre von sechs Monaten, davon fünf auf Bewährung. Simon verpasst damit den Weltcup-Auftakt am 29. November in Östersund. Auch die zweite Etappe vom 12. bis 14. Dezember in Hochfilzen findet noch während ihrer Sperre statt.
Der Hintergrund des Skandals
Erst am 24. Oktober hatte sich Simon vor Gericht verantworten müssen. Die Vorwürfe: Ab 2021 soll sie wiederholt Bankkarten ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet und eines Team-Physiotherapeuten genutzt haben (Einkäufe im Wert von bis zu 2400 Euro). Zudem gab sie zu, mehrere kleine Geldbeträge zwischen 20 und 50 Euro gestohlen zu haben.
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Das Urteil: drei Monate Bewährungsstrafe plus eine Geldstrafe von 15.000 Euro. Vom Verband kamen zusätzlich weitere 30.000 Euro Strafe, davon 15.000 Euro zur Bewährung.
Noch Ende Oktober hatte BIU-Chef Greg McKenna erklärt, es gebe eine große Bandbreite möglicher Sanktionen – „von einer Rüge oder Verwarnung bis hin zu einer Sperre“. Doch nach Prüfung des Urteils sieht die Organisation die Sache als erledigt.

