Beim Spiel seiner Skyliners gegen die MHP Riesen Ludwigsburg (16.30 Uhr, WELT TV live) gibt Klaus Perwas (54) sein Comeback als Cheftrainer.
Perwas, der 2023 beim deutschen WM-Triumph in Asien Co-Trainer von Gordon Herbert (65) war, übernimmt in Frankfurt für Denis Wucherer (51), der am Sonntag gefeuert wurde.
Es ist das vierte Mal, dass Perwas (seit 2008 im Verein) als Chef-Coach ausfhilft.
Unterdessen werden immer mehr Details bekannt, warum es zur Trennung von seinem Vorgänger kam.
Wucherer hatte die Frankfurter letzte Saison zum Aufstieg in die Easycredit Basketball Bundesliga geführt. Dort belegt die Truppe mit fünf Siegen aus 20 Spielen den vorletzten Platz.
Da es am Ende der Spielzeit nur einen Absteiger gibt, ist der Klassenerhalt so gut wie gesichert – Schlusslicht Göttingen hat bislang nur eine Partie gewonnen.
Und trotzdem der Rauswurf.
Vor dem Rauswurf von Frankfurt Trainer Denis Wucherer: lautstarke Auseinandersetzung beim Edel-Italiener
Der Hessische Rundfunk berichtet von einem schwierigen Verhältnis zu Klub-Boss Gunnar Wöbke (58). Der soll Spieler ohne das Einverständnis von Wucherer verpflichtet haben.
BILD erfuhr: Auch in die Aufstellung und die Spielzeiten der Profis soll Wöbke hereingeredet haben. So regte er die 737-Lösung für die Frankfurter Stars an: sieben Minuten spielen, drei Minuten Bank, sieben Minuten spielen. Auch um Fragen, ob am Spieltag noch trainiert werden soll oder nicht, soll sich Wöbke gekümmert haben. Die Entscheidung liegt normalerweise in der Hoheit des Trainers.
Schon nach dem Aufstieg im Mai hatte Wucherer in einem TV-Interview vom „schwierigen Standort“ Frankfurt gesprochen und seine eigene Zukunft offengelassen.
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Danach hatten sich Wöbke und Wucherer zusammengerissen. Bis Anfang Dezember – da kam es beim Frankfurter Edel-Italiener Amoroso an der Alten Oper zum Eklat, von dem auch der HR berichtet.
Wöbke soll Wucherer in einem Monolog lautstark kritisiert haben, Wucherer soll ebenso laut geantwortet haben. Diverse Gäste bekamen den Vorfall mit.
Am 9. März folgte dann die Trennung. In der Pressemitteilung ließ sich Wöbke so zitieren: „Mit Denis haben wir im vergangenen Sommer den Aufstieg geschafft. Dieser Erfolg wird immer einen Platz in der Skyliners-Historie haben. Aber wir haben uns entschieden, über die laufende Saison hinaus nicht weiter mit Denis zusammenzuarbeiten und ihn bereits jetzt vorläufig freizustellen, so dass er ab dem kommenden Spiel nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird. Dies gibt uns die Chance, den benötigten Neuanfang für die Saison 2025/26 bereits jetzt in die Wege zu leiten und notwendige Weichen zu stellen.“
Ein freundschaftliches Ende klingt anders.


