Nach zwei Auftaktniederlagen gegen Polen und Frankreich gab es am Sonntag in Kattowitz/Polen zwar den ersten Sieg (86:69 gegen Belgien). Aber auch der Erfolg konnte die Spannungen nicht übertünchen.
Denn nach dem Spiel verweigerten Spieler und Trainer der Slowenen dem nationalen Sender „Sport TV“ die Blitz-Interviews am Spielfeldrand („Flash-Interviews“). Und das schon zum zweiten Mal.
Dabei hätten sie Doncic gerne zu seiner großartigen Leistung (26 Punkte, 11 Assists, 10 Rebounds) befragt – erst das vierte Tripe Double (drei Werte im zweistelligen Bereich) bei einer EM seit 1995.
Nach der 95:103-Niederlage gegen Frankreich hatten sich die Verantwortlichen zum ersten Mal geweigert, dem Rechteinhaber Flash-Interviews zu geben.
Die slowenischen Fernsehzuschauer bekamen nur Stimmen von Frankreichs Jungstar Zaccharie Risacher (20/Atlanta Hawks) vorgesetzt.
Wegen Emojis auf Social Media – Slowenen-Spieler boykottieren TV-Sender
Hintergrund des Boykotts: Nach dem 95:105 gegen Polen zum Auftakt hatte sich Sport TV auf seinen Social-Media-Kanälen über ein Flash-Interview von Nationaltrainer Aleksander Sekulic (47) lustig gemacht. Und dessen Aussagen mit Emojis kommentiert.
Das kam weder beim slowenischen Verband noch beim europäischen Basketballverband Fiba Europe gut an. Gemeinsam wurde beschlossen, dass die Slowenen bis auf weiteres keine Interviews direkt nach Spielende geben werden.
Die Journalisten von Sport TV dürfen sich weiterhin zu ihren Kollegen in die sogenannte Mixed Zone stellen und dort ihre Fragen stellen. Ob die dann auch beantwortet werden, hängt von der Laune des gefragten Spielers ab.
Nach der Niederlage gegen Frankreich hatte es auch auf dem Parkett Zoff gegeben. Und vor der EM hatte Svetlana Dragic den Nationaltrainer als „Clown“ bezeichnet, nachdem der ihren Mann Zoran (36) nicht für die EM nominiert hatte.
Shakehands – und dann das … : Unfassbare Respektlos-Aktion gegen Doncic
Nächstes Spiel der Slowenen: Dienstag, 17 Uhr gegen Island (MagentaSport live).


