Die Trainingshalle der Veolia Towers Hamburg zieren seit diesem Sommer neue Wand-Tattoos. Neben dem Motto zeigt ein Pfeil senkrecht nach oben.
„Das ist die Identität des Vereins“, erklärt Trainer Benka Barloschky (37) vor dem Start in den Basketball-Pokal am Mittwoch gegen die BMA365 Bamberg Baskets (20 Uhr, Dyn). „Man sieht das in kleinen Schritten. Jedes Jahr passiert ein bisschen was. Das klingt zwar ein bisschen hohl, weil alle immer mehr wollen. Das haben wir nicht exklusiv. Aber klar: Wir wollen jeden Tag besser werden. Wir wollen immer mehr, immer hungrig sein. Das ist Teil unserer Identität.“
Vergangene Saison verpassten die Türme als Dreizehnter die Play-offs in der Easycredit BBL. Im Pokal kam schon in der ersten Runde das Aus in Heidelberg. Gemäß dem Motto formuliert Barloschky darum für Mittwoch ein klares Ziel: „Wir haben uns für den Pokal viel vorgenommen, wollen auch in diesem Wettbewerb mal richtig ankommen und mal was erreichen.“
Finanziell haben die Towers vor ihrer siebten Erstliga-Saison den Sprung schon gemacht: Dank zusätzlicher Sponsoren-Gelder klettert der Etat von 5,661 Mio. Euro zum ersten Mal über die 6-Mio.-Marke. Rekord!
Damit wurde der Kern der deutschen Spieler um Kapitän Benedikt Turudic (28), Kenneth Ogbe (30), Osaro Jürgen Rich (27) sowie den verletzten Niklas Wimberg (29/Fingerbruch) gehalten und mit sieben Neuen verstärkt.
BBL: Hamburg Towers wollen mehr! Mit Rekord-Etat und Super-Talent Zacharie Perrin nach oben
Einer der großen Hoffnungsträger ist Zacharie Perrin (21). „Zach gehört zu den spannendsten Talenten im europäischen Basketball“, sagt Towers-Boss Marvin Willoughby (47). Der „Big“ (2,08 Meter) aus Besancon wurde 2024 mit Frankreich U20-Europameister und wurde im Anschluss zum MVP gewählt!
Das Super-Talent verlässt nach einem gescheiterten College-Experiment in den USA zum ersten Mal seine Heimat und will beim EuroCup-Team in Hamburg (Vertrag bis 2027) den Durchbruch schaffen. Dass die BBL sogar ein Sprungbrett in die NBA sein kann, bewies vergangene Saison sein Landsmann Noa Essengue (18) in Ulm. „Ich wollte ganz bewusst meine Komfortzone verlassen“, sagt Ex-Fußballer Perrin. „Alles ist hier perfekt für mich. Ich liebe, wo ich bin.“
„Seit er Weltmeister ist“: Wegduck-Vorwurf gegen Basketball-Held Obst
Abseits des Platzes wirkt Perrin ruhig – dafür lässt er es auf dem Court krachen. Bei der Generalprobe gegen den dänischen Pokalsieger Randers (120:66) war Perrin mit 21 Punkten der Top-Scorer. Und betont: „Ich kann es kaum erwarten, dass Mittwoch die Saison beginnt.“
Genau wie sein Coach. „Wir sind so bereit, wie wir nur bereit sein können“, betont Barloschky nach sieben Wochen Vorbereitung und sechs Testspielen (vier Siege). „Natürlich ist man am Anfang nicht perfekt. Das soll auch nicht so sein, wir wollen uns über die Saison weiterentwickeln. Aber wir haben den Grundstein dafür gelegt, dass es jetzt losgehen kann. Und es muss jetzt auch losgehen! Die Vorbereitung war lang genug.“


