Er war der Rockstar der Bundesliga.
Ex-Nationalspieler Andreas Görlitz (43) war mit seiner damaligen Band „Room 77“ schon während seiner aktiven Fußballer-Karriere Vorgruppe der Rock-Legenden AC/DC.
Im „Spox“-Interview gibt er Einblicke in seine Zeit beim FC Bayern und einen ungewöhnlichen Ratschlag von Uli Hoeneß (73).
„Scheiß mal kurz auf die Reha“ – Hoeneß-Ratschlag an Görlitz
Nach dem Abstieg von 1860 München 2004 hatte Görlitz die Seiten gewechselt und war zum FC Bayern gegangen. Dann der Schock: Im November 2004 erlitt er einen Kreuzbandriss. Die Folge: Wegen mehrerer Rückschläge konnte er bis Februar 2007 kein Bundesligaspiel für die Bayern absolvieren, musste fünf Operationen über sich ergehen lassen. Sogar ein Invaliditätsantrag wurde bereits gestellt. In dieser Zeit hatte er auch mit dem Gitarrespielen begonnen, auf Rat des damaligen Bayern-Physios Oliver Schmidtlein.
Einen anderen Rat bekam er in dieser Zeit vom damaligen Bayern-Manager Uli Hoeneß. Görlitz: „Man kann über Uli denken, was man will. Aber für die Leute bei Bayern tut er alles. Irgendwann kam er zu mir und sagte: ‚Jetzt scheiß’ mal kurz auf die Reha und fahr’ mit deiner Freundin zwei Wochen auf Urlaub.‘“
Hoeneß war es auch, der den auslaufenden Vertrag mit Görlitz verlängerte, trotz seiner langen Verletzungspause. Görlitz: „Die meisten Klubs wären mich wohl losgeworden, aber Uli hat gefragt: ‚Andi, wie lange machen wir? Zwei oder drei Jahre?‘ Das hat mir enorme Sicherheit gegeben und war ein brutaler Vertrauensbeweis.“
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Er blieb schließlich noch bis 2010 bei den Bayern, wurde allerdings zwischen 2007 und 2009 an den Karlsruher SC verliehen. 2010/11 ging er zum FC Ingolstadt, wo er drei Jahre in der 2. Liga spielte. Seine Karriere beendete er schließlich 2014, nach einem kurzen Gastspiel bei den San José Earthquakes in der MLS.
Für Deutschland bestritt er 2004 gegen Brasilien (1:1) und den Iran (2:0) zwei Länderspiele. Inzwischen trainiert er seinen Heimatverein TSV Rott/Lech.

