Rafael Leao (26) ist aktuell hinter den PSG-Stars Joao Neves (20/80 Mio. Euro Marktwert) und Vitinha (25/80 Mio. Euro) gleichauf mit Nuno Mendes (23/ebenfalls PSG, 70 Mio. Euro) der drittwertvollste portugiesische Fußball-Spieler der Welt. Der Star vom AC Mailand, der in diesem Sommer wiederholt mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden war, fasste bei Sporting Fuß im Profibereich.
Doch das hätte auch alles anders kommen können – denn eigentlich wollte Leao zu Benfica wechseln. Doch diese vermasselten den Deal, als der linke Flügelspieler noch ganz jung war.
Rafael Leao über Benfica: „Ich fing an zu weinen“
Benfica wurde auf Leao bei einem Jugendturnier aufmerksam, wo er für einen kleineren Verein spielte. Damals war er 8 oder 9 Jahre alt.
Leao berichtet im Podcast „Say Less“: „Benfica wollte mich verpflichten. Mein Vater sagte ‚ja‘, mein Vater ist auch Fan von Benfica. Benfica unterschrieb. Mein Vater hatte in dieser Zeit kein Auto, nichts. Es gab keine Möglichkeit für mich, zum Training zu gehen.“
Und weiter: „Benfica sagte, ja, unterschreib den Vertrag. Wir haben einen Van [Minibus] For your child and everything, we can pick him up from school and bring it to training. ”
Doch Benfica hielt sich nicht an den Deal. Leao: „Erster Tag. Zweiter Tag. Dritter Tag. Eine Woche. Niemand kam. Und ja, ich fing an zu weinen.“
Und weiter: „Und dann ging mein Vater dorthin. Es war kein Vertrag, aber ein Papier. Mein Vater sagte: Das ist der Grund. Ihr habt gesagt, ihr könnt meinen Sohn abholen. Und ihr habt das eine Woche lang nicht gemacht. Also haben wir uns entschieden, bei Sporting zu unterschreiben.“
„Das sind so Tendenzen“: Für Wagner wird es gefährlich, wenn …
Leao berichtet: „Ich habe auf den Van gewartet. Ich habe nicht trainiert, ich habe nicht gespielt, ich habe nicht ein Training bei Benfica absolviert.“
Sein Fazit: „Sie wussten nicht, was sie an mir hatten. In jeder Hinsicht. Sie dachten: Es ist ein Kind, lass uns mal sehen.“
Mittlerweile können beide Seiten die Sache mit einem Lächeln sehen. Leao verrät: „Mein Vater hat mir vor ein paar Monaten erzählt, dass er Rui Costa, der jetzt Präsident von Benfica ist, getroffen hat. Sie fingen an zu lachen, er sagte: ‚Es tut mir leid, dass wir deinen Sohn damals nicht abgeholt haben.‘ Aber so ist das Leben, es ist passiert, was passieren sollte.“

