85:58 gegen Außenseiter Portugal – die deutsche Basketball-Nationalmannschaft steht im Viertelfinale der Europameisterschaft in Riga (Lettland). Doch so deutlich das Ergebnis am Ende aussieht, so nervenaufreibend war der Weg dorthin.

Besonderheit am Spielfeldrand: Bundestrainer Alex Mumbru (46) gab nach überstandenen Bauchraum-Beschwerden sein EM-Debüt. Während der Vorrunde hatte er wegen eines Klinikaufenthalts passen müssen, Co-Trainer Alan Ibrahimagic (47) vertrat ihn erfolgreich mit fünf Siegen in fünf Spielen.

Coachten Deutschland gemeinsam ins Viertelfinale: Alex Mumbru (l.) und Alan Ibrahimagic

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Gegen Portugal probierte das Trainer-Duo eine Rotation: Mumbru begann, überließ nach wenigen Minuten aber häufig Ibrahimagic das Kommando. Weltmeister Andreas Obst (29) vor der Partie bei MagentaSport: „Das sollte uns nochmal ein bisschen Energie geben, dass Alex wieder dabei und gesund ist.“

Ganz fit wirkte der Spanier allerdings noch nicht, saß die meiste Zeit auf der Bank.

Vor dem Tip-Off gedachten beide Teams in einer Schweigeminute den Opfern des schweren Seilbahn-Unglücks in Lissabon.

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Dann entwickelte sich ein unerwartet zähes Spiel. Portugal, nur mit einem NBA-Profi (Neemias Queta, 26/Boston Celtics) angereist, nutzte die Nervosität der Deutschen:

In Hälfte eins traf Deutschland keinen einzigen Dreier (0 von 9) und ging mit 31:32 in die Pause.

Co-Trainer Ibrahimagic erklärte in der Halbzeit bei MagentaSport: „Wir haben viele gute Würfe gespielt, die nicht reingegangen sind. Dann wird man nervöser, verkrampft. Wir brauchen nur mehr Lockerheit und Spaß auf dem Feld.“

Bei Portugal-Kracher: Auf DIESEN Riesen müssen die DBB-Jungs aufpassen!

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Quelle: MagentaSport

Lo erlöst die DBB-Stars

Auch nach der Pause blieb die Quote katastrophal – zwischenzeitlich stand es 1 von 24 Dreiern. Erst Maodo Lo brach nach sieben Minuten den Bann, verwandelte zum 47:43. Nach dem dritten Viertel führte Deutschland knapp mit 52:51.

Im Schlussabschnitt dann die Erlösung: Lo traf zwei weitere Dreier, die Deutschen setzten sich entscheidend ab (63:51) und kontrollierten die Partie nun souverän.

Schröder und Wagner beste Werfer

Am Ende stand doch noch ein klarer 85:58-Sieg – und die Qualifikation fürs EM-Viertelfinale. Beste Werfer waren Dennis Schröder und Franz Wagner mit je 16 Punkten.

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