Als einer von insgesamt 80 norwegischen Athleten (51 Männer, 29 Frauen) ist Henrik Kristoffersen (31) auch 2026 wieder bei den Olympischen Spielen dabei. Nach dem Mega-Event in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) möchte er dann Österreicher werden.
Nach dem Rennen in Schladming erklärte er (in gut verständlichem Deutsch mit österreichischem Akzent): „Das ist mein Heimrennen. Ich hoffe, dass ich in der Zukunft Österreicher werde. Wirklich.“ Das ist eine eindeutige Ansage.
Kristoffersen breitet die Arme aus und jubelt. In Schladming gewann er seinen 34. Weltcup
Bereits seit knapp zehn Jahren leben der Wintersport-Spezialist und seine Tonje im Salzburger Land. Das Paar hat seinen Wohnsitz von Österreich in die Alpen verlegt. Bereits 2023 machte er klar: „Ich habe den österreichischen Führerschein, bezahle Steuern in Österreich und unser Hauptwohnsitz ist in Österreich.“ 2023 wurde das Paar erstmals Eltern eines Sohnes (Emil), im vergangenen Sommer heirateten sie – natürlich in Österreich. Berichten zufolge möchte er nicht nur die österreichische Staatsbürgerschaft, er möchte auch im Weltcup für Österreich starten.
Wie wohl er sich in der Wahlheimat fühlt, zeigt er auch auf den Skiern. Insgesamt gewann Kristoffersen in seiner Karriere bisher sieben Rennen in Österreich, 19 Mal schaffte er es aufs Podest. Der bisher letzte Podestplatz war der vor wenigen Tagen in Schladming, wieder stand er nach dem Slalom hier ganz oben. Es könnten noch weitere folgen.
Kristoffersen verriet nämlich gegenüber der Zeitung „Krone“ auch: „Wenn das Material passt, ich körperlich und mental fit bleibe und um Siege mitfahren kann, ist nach Olympia 2030 Schluss. Diese Entscheidung steht zu 100 Prozent. Das habe ich meiner Frau versprochen.“ Spannend: Im Jahr vor dem geplanten Ende steht die Ski-WM in Norwegen an. Ob es für Kristoffersen dann eine Heim-WM ist oder ob er dann schon Österreicher ist?

