Superstar Gidsel sieht schon in der 9. Minute beim Halbfinalsieg gegen den HBC Nantes (34:24) die Rote Karte. Bei seiner astreinen Fußballgrätsche säbelt Gidsel unfreiwillig den Rechtsaußen Kauldi Odriozola (28) von den Beinen. Schuld ist der glatte Hallenboden.
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Den Schiedsrichtern sind Gidsel und die Füchse wegen der Roten Karte nicht böse, doch der schmierige Boden macht die Berliner stinksauer. Bob Hanning (57): „Das war kein Champions-League-Boden. Ich hoffe, die bessern das bis zum Finale noch nach. Zum Glück hat sich keiner verletzt.“
Mathias Gidsel (26) zu Sport BILD: „Das war wirklich eine Katastrophe. Schon beim Warm-up war das nicht gut, wir sind alle gerutscht. Das soll aber keine Entschuldigung für meinen eigenen Fehler sein. Ich wollte den Weg verkürzen und bin ausgerutscht. Die Rote Karte war okay. Für mich ist aber in dem Moment ein Traum kaputtgegangen.“

Ohne Absicht: Mathias Gidsel (26) rutscht mit dem gestreckten Fuß voran in den Franzosen rein
Ölspur auf dem Handball-Boden macht Füchse sauer
Stefan Kretzschmar (52) wird noch deutlicher: „Ich treffe die Schiris in der Halbzeit und sie beschweren sich bei der Halle, dass das Spielfeld zu rutschig ist. Das kann nicht sein, vielleicht ist was vom Feuerwerk auf dem Boden geblieben. Jetzt ist es natürlich einfacher darüber zu sprechen, weil wir gewonnen haben, sonst hätte ich diese Szene anders bewertet.“
Auch Fabian Wiede (31), Lasse Andersson (31) und Kapitän Max Darj (33) kritisieren den glatten Hallenboden. Wiede: „Mathias konnte gar nichts dafür, es war irgendwie ölig auf dem Feld. Es gab eine Ölspur, dort wo die Flammen vom Feuerwerk der Einlaufshow waren.“

Auch Barcelonas Aitor Arino rutscht im Gidsel-Style aus und holt Tim Hornke von den Füßen
Keine Einbildung der Füchse, die Wut ist berechtigt, denn auch im zweiten Halbfinale (31:30 für den SCM) das gleiche Bild. Barcelonas Aitor Arino (32/wechselt im Sommer zu den Füchsen) rutscht genauso aus und grätscht auch mit den Füßen voran Magdeburgs Tim Hornke (34) um – ebenfalls Rot.
Auf SPORT BILD-Nachfrage sagt EHF-Medien-Boss Thomas Schöneich: „Draußen vor der Halle gab es heftige Regenfälle. Wir vermuten, es war bei 20.000 Fans in der Halle die hohe Luftfeuchtigkeit. Wir haben alle Entertainment-Elemente getestet und können ausschließen, dass diese Rückstände auf dem Boden hinterlassen.“
Trotzdem reagierte die EHF auf die Füchse-Kritik und ließ sofort nach dem zweiten Halbfinale den Boden mit Handreinigungsmaschinen mehrmals nass durchwischen…


