Aus, vorbei und viel Frust!

Nach dem klaren 0:3 gegen Gastgeber Marokko ist für Sambia der Afrika-Cup 2025 bereits nach der Gruppenphase beendet. Doch statt sich nur sportlich zu erklären, geht Trainer Moses Sichone auch verbal in die Offensive – und kritisiert den Schiedsrichter scharf.

Schiri Issa Sy (41) pfiff die Partie zwischen Marokkoe und Sambia

Foto: AP

Sambia-Trainer feuert gegen Schiedsrichter!

In der Pressekonferenz nach dem Spiel in Rabat räumte Sichone zunächst die Überlegenheit der Atlaslöwen offen ein: „Wir haben Marokko zu viel Respekt gezollt. Einige Spieler waren nervös. Der Druck war groß, und unsere Gegentore waren Geschenke.“

Doch dann platzte ihm der Kragen – wegen der Leistung von Schiedsrichter Issa Sy (Senegal): „Angesichts der Art und Weise, wie er das Spiel geleitet hat, halte ich ihn für ungeeignet. Es war parteiisch. Meine Spieler haben gelbe Karten bekommen – mir hat das nicht gefallen.“ Vier Verwarnungen kassierte Sambia während der Partie, bei Marokko sah lediglich Azzedine Ounahi in der 90. Minute Gelb – wegen Trikotziehens. Für Sichone zu unausgewogen.

„Das ist keine Ausrede“, betonte der Coach. „Aber jeder hat gesehen, wie das Spiel geleitet wurde.“

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Quelle: BILD / Sportdigital

Sichone, der erst einen Monat vor Turnierbeginn auf den langjährigen Coach Avram Grant folgte, muss nun die Trümmer eines enttäuschenden Turniers aufräumen. Sambia blieb in der Vorrunde sieglos – und verabschiedet sich mit einem bitteren Gefühl. Fest steht: Der Frust bei den „Chipolopolo“ (Deutsch: Gewehrkugeln) sitzt tief.

Eine schwere Aufgabe also für Sichone, der in Deutschland seine fußballerische Heimat fand. Der ehemalige Defensivmann spielte während seiner aktiven Karriere unter anderem für den 1. FC Köln und für Alemannia Aachen. 2013 beendete er seine Zeit als Spieler, ist seitdem als Trainer unterwegs und betreute beispielsweise bei Viktoria Köln die U17 als Co-Trainer, bevor er zurück in die Heimat wechselte.

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