So kommt es immer wieder vor, dass der BVB sich seinem Schicksal ergibt, sich kaum wehren kann. Beispiel: das furchtbare 0:1 gegen Augsburg.
Die Bosse waren vor Saisonstart davon überzeugt, dass sie keinesfalls an Führungsstärke verloren haben. Die Zugänge Waldemar Anton (28/Stuttgart) und Pascal Groß (33/Brighton) waren als Anführer auserkoren worden, zudem sollten die vermeintlichen Leistungsträger mehr Verantwortung übernehmen. Doch je länger die Saison andauert, desto klarer wird: Der BVB hat ein Chefchen-Problem!
Zu den Problemfällen gehört auch: Niklas Süle (29). Der Innenverteidiger saß in sieben von zehn Spielen beim neuen BVB-Coach Niko Kovac (53) 90 Minuten auf der Bank. Ein Aspekt dabei, der auch im Verein diskutiert wird: Der Innenverteidiger hegt selbst kaum Ansprüche, eine tragende Rolle in der Mannschaft einzunehmen.
Als Nuri Sahin (36) ihm vor Saisonbeginn mitteilte, dass er nicht mehr Teil des Mannschaftsrates sein werde, soll Süle erleichtert, fast schon ein wenig erfreut reagiert haben.
Kovac ist zwar der Meinung, dass Süle in Top-Form einer der besten Innenverteidiger Deutschlands ist: „Wenn Niklas gesund ist, dann, behaupte ich, ist er ein Spieler für die WM 2026“, hatte der 53-Jährige noch bei seiner Antritts-Pressekonferenz Anfang Februar gesagt.
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Aber: Der 29 Jahre alte Profi hat schon seit längerer Zeit mit seiner körperlichen Verfassung zu kämpfen. Zuletzt setzte ihn ein Syndesmosebandriss außer Gefecht, in der vergangenen Saison machte ihm Übergewicht zu schaffen, was logischerweise auch Thema in der Mannschaft war.
Vor dem Lille-Hinspiel in der Champions League erklärte Kovac: „Der Niki war wirklich lange verletzt und von daher hat er noch viel aufzuholen und aufzuarbeiten. Das ist der Grund, warum er jetzt weniger spielt.“
Süles Vertrag beim BVB läuft noch bis Sommer 2026. Ein Wechsel soll für ihn derzeit kein Thema sein, er will sich in Dortmund durchsetzen.

