Friedrich Schmitt wird den SC DHfK Leipzig im Sommer verlassen und in die 2. Liga zu den Eulen Ludwigshafen wechseln. Nicht das erste Mal, dass der Bundesligist einen U21-Nationalspieler verliert. Niclas Heitkamp (Minden) und Mika Sajenev (Nordhorn) gingen einen ähnlichen Weg.
Handball: Leipzig-Boss Karsten Günther erklärt den Abgang der Talente
Doch warum lässt Leipzig diese Jungs einfach so ziehen und holt sich dafür gestandene Spieler aus dem Ausland? Geschäftsführer Karsten Günther erklärt das so: „Es ist schwer, die im Verein zu lassen, weil der Verein keine Zweitligamannschaft in den eigenen Reihen hat – was der nächste logische Schritt in so einer Handballkarriere ist.“ Die U23 des Klubs spielt derzeit in der 3. Liga.
Weiter sagt er: „Wir können junge Spieler begleiten, bis sie ihre Schule beendet haben. Und dann sind sie normalerweise auf einem Level, was gutes Zweitliga-Niveau ist. Dann musst du so viel Eier haben und dich trauen, die von der Leine zu lassen, damit sie sich in der 2. Liga freischwimmen können – in einer Mannschaft, wo sie Woche für Woche Verantwortung übernehmen müssen.“
Und: „Was wir machen: Wir geben Leuten, bevor sie die endgültige Reife für die Bundesliga haben, ein, zwei oder drei Spots in dieser Bundesligamannschaft, wo sie Woche für Woche mit 15 der vielleicht 1000 besten Handballer der Welt zu trainieren und besser zu werden und wir stellen sie ins Schaufenster. Damit kriegen sie die Möglichkeit, ihren ersten Profivertrag zu unterschreiben in der 2. Liga. Wenn ein Spieler sich dann für Erstligaaufgaben qualifiziert, sind wir der erste Ansprechpartner für die Spieler und würden nichts lieber tun, als die wieder zurückzuholen.“ Das klappte in der Vergangenheit jedoch eher mäßig.
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Zu Schmitt sagt er konkret: „Für Friedrich ist es genau der richtige Schritt, weil er dort Verantwortung übernehmen muss und es an ihm hängt, ob die Eulen in der 2. Liga bleiben oder nicht und nicht an irgendeinem anderen, hinter dem er sich verstecken kann. Ich würde nichts lieber machen, als in ein, zwei, drei Jahren wieder Jungs einzusammeln, die wichtige Erfahrungen in der 2. Liga gesammelt haben. Es liegt jetzt in den Händen der Jungs, sich dafür zu qualifizieren.“


