Neu-Trainer Pedro Calles und Alba Berlin auf der Erfolgsspur. Nach dem Triumph am Donnerstag in der EuroLeague gegen Baskonia folgt jetzt in der Easycredit Basketball-Bundesliga der nächste doppelte Punktgewinn beim 108:73 bei den Löwen Braunschweig.
Das Spiel geht extrem ungewöhnlich los. Dyn-Kommentator Patrick Fritzsche zitiert bei seiner Anmoderation zum Spiel ein bisschen abgewandelt den Song „Alles neu“ vom Berliner Sänger Peter Fox: „Er brät sich ein Prachtsteak, Pedro kocht jetzt feinstes Fleisch. Er ist das Update, Pedro Calles 1.1“
Basketball: Alba Berlin siegt schon wieder unter Neu-Trainer Pedro Calles
Ohnehin: Fritzsche ist wie Alba gut drauf. Während die Berliner auf dem Parkett für Highlights sorgen, haut der launige Dyn-Kommentator („Mein Name ist Patrick Fritzsche, Ihr habt eine Bomben-Entscheidung getroffen einzuschalten!“) einen Spruch nach dem anderen raus — und unterhält so die Fans am Bildschirm!
Mit einer 28:23-Führung für Alba endet das erste Viertel. Im zweiten Viertel geben die Gäste weiter den Ton an. Fritzsche feiert die mitgereisten Fans — und kritisiert die Anhänger der Gastgebermannschaft: „So 20, 25 Alba-Fans sind da. Man hört sie in der Halle. Und das, bei allem Respekt, das darf schon nicht sein. Wenn du 6300 da hast, dass die 6275 leiser sind als die anderen 25.“
Kurz vor Ende des zweiten Viertels liegt Alba mit 57:40 vorn — und Fritzsche stellt fest: „Der Gästeblock weiter am Party machen. Wenn das so weitergeht, geht später die Hose auf. Der Ekstasen-Freifahrtschein!“ Mit 41:58 geht es in die Kabine.
Gerade erst eröffnet: Mega-Arena plötzlich unter Wasser
Im dritten Viertel setzt sich das Löwen-Maskottchen „Henri“ neben den TV-Kommentator. Sprechen kann er nicht, zeigt aber mit einem Daumen nach unten und mit über den Kopf geschlagene Hände, wie er das Spiel bisher findet.
Mit 81:56 geht es ins letzte Viertel — da gibt es schon längst keine Zweifel mehr am zweiten Alba-Sieg in Folge unter Neu-Trainer Pedro Calles.
Fritzsche erneuert seine Fan-Kritik in der Schlussphase: „Was ich euch verraten kann, ist, dass viele sich hier verabschieden, eher gehen, mit Jacken die Halle verlassen, spüren, dass es durch ist. Da bin ich ganz ehrlich: Nervt mich brutal hart! Kann man mich für Angreifen, gerne. Aber ich finde, das ist so ein Unding, man supportet die Mannschaft, die man liebt, die man sich ausgesucht hat, bis zum Ende, egal, wie es steht. Und nicht nur, wenn du mal zehn Spiele aus elf gewinnst. Sondern auch, wenn du mal auf die Schnauze kriegst mit über 100 Punkten gegen dich. Da eher zu gehen, ist schwach. Das ist meine Meinung. Meine DMs stehen offen, aber sorry, das geht gar nicht.“


