Kein Sieger im Ost-Duell der Daikin Handball-Bundesliga. Der ThSV Eisenach und DHfK Leipzig trennen sich nach packenden 60 Minuten 34:34 (18:17).

Jubel schon vor dem Spiel: Als Eisenachs Hallensprecher die Entscheidung in der Trainerfrage erneut verkündete, brach in der Werner-Aßmann-Halle großer Applaus aus. Sebastian Hinze, der den ThSV Eisenach ab Sommer übernehmen wird, kommt in Thüringen hervorragend an – ein gutes Omen. Und tatsächlich nehmen die Thüringer gegen ihren Lieblingsgegner Leipzig einen Punkt mit. Doch das Unentschieden fühlt sich am Ende eher wie eine Niederlage an.

Es war das erwartete enge und hitzige Spiel. Nachdem sich beide Mannschaften zunächst abtasteten, krachte es zum ersten Mal: Eisenachs Philipp Meyer erwischte Islands Nationalspieler Andri Runarsson unsanft im Gesicht. Nach Sichtung der TV-Bilder zückten die Schiedsrichter Darnel Jansen und Lucas Hellbusch die Rote Karte für Meyer (15.).

Im direkten Gegenzug musste sich Leipzigs Luka Rogan über seine Zwei-Minuten-Strafe nicht beschweren – er hatte Nationalspieler Marko Grgic ebenso unsanft zu Boden gebracht.

Foto: BILD

Eisenach verspielt in Schlussphase Drei-Tore-Führung

Zur Pause konnte Eisenach froh sein, mit einem Tor Vorsprung in die Kabine zu gehen. Hohes Tempo und intensive Zweikämpfe prägten auch den zweiten Durchgang. Bei den Gästen wurde der in der ersten Hälfte noch glücklose Torhüter Domenico Ebner immer stärker, doch die Leipziger konnten daraus kaum Kapital schlagen, weil sie sich im Angriff vermehrt technische Fehler erlaubten.

Sechs Minuten vor Schluss, nachdem sich vor allem Grgic (11 Tore) und Simone Mengon immer wieder durchsetzen konnten, gelang es Eisenach, sich aus dem offenen Schlagabtausch zu befreien und mit drei Toren davonzuziehen (31:28).

Doch am Ende verspielten die Thüringer alles: Drei technische Fehler in der Schlussphase ermöglichten Leipzig um den überragenden Luca Witzke (13 Tore) den Ausgleich – und so ließ der ThSV einen sicher geglaubten Sieg liegen. Die Sachsen verhinderten so die fünfte Niederlage nacheinander gegen den Ostrivalen.

„Es war eine unglaubliche Willensleistung von uns“, sagte Leipzigs Kreisläufer Moritz Preuss nach dem Abpfiff bei Dyn.

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Quelle: BILD / Dyn

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