Titelverteidiger Flensburg schafft zu Hause gegen Toulouse nur ein Unentschieden, bleibt aber weiter Tabellenführer. Gummersbach siegt bei Tatabanya in Ungarn.
Grundfos Tatabanya KC – VfL Gummersbach 29:44
Das Spiel geht los — der erste Angriff gegen die Ungarn geht in Richtung des Kastens der Gäste. Was ist das denn? Hinter dem Tor von Gummersbach-Keeper Bertram Obling steht ein weißes Auto in der Halle! Immerhin sind das Parkett und der Werbe-Wagen vom Fangnetz getrennt. Dyn-Kommentator Sascha Staat staunt nicht schlecht: „Auch für ein Auto reicht der Platz hinter dem Tor gerade einmal …“
Überraschender Gast auf der Tribüne: Da sitzt Momir Ilic (43). Der Ex-Gummersbacher und Ex-Kieler hat zuletzt Veszprem in Ungarn trainiert — und wird im Sommer Coach bei der HSG Wetzlar in Deutschland.
Tribünen-Spion beim Gummersbach-Spiel: Momir Ilic (rechts oben), der künftige Wetzlar-Coach
Aua-Moment in der 8. Minute: Julian Köster rennt voll mit Baptiste Damatrin zusammen mitten auf dem Spielfeld, bleibt schmerzgekrümmt am Boden liegen, hält sich den Unterleib. Er muss behandelt werden. Vom medizinischen Betreuer der Gummersbacher gibt es einen aufmunternden Klaps, viel kann er in dem Bereich der Verletzung gerade nichts machen. Der Nationalspieler steht kurz darauf auf, geht vom Parkett.
Der Bundesligist mit einem 5:1-Start. In der 17. Minute ist mit 13:7 schon eine kleine Vorentscheidung gefallen. Mit 23:13 zur Pause ist schon alles klar.
Blut-Schreck in der 22. Minute: Gummersbach-Torwart Dominik Kuzmanovic kriegt einen Wurf voll ins Gesicht. Kommentator Staat: „Volle Suppe! Mein Gott! Richtiger Blattschuss!“ Der Kroate muss vom Feld, blutet aus der Nase. Staat: „Er blutet vom Allerfeinsten. Das kann durchaus eine gebrochene Nase sein. Jimenez Plaza hat da mal richtig durchgezogen. Drücken wir mal die Daumen, dass da nichts Schlimmeres ist.“ Später mischt der Kuzmanovic wieder im Spiel mit.
Nach 43 Minuten und 16 Sekunden Spielzeit knacken die Gummersbacher schon die 30-Tore-Schallmauer.
TV-Experte Hens ratlos: Wissen SIE, warum hier abgepfiffen wird?
SG Flensburg-Handewitt – Fenix Toulouse 34:34
Bei den Gastgebern fehlt der kranke Mads Mensah Larsen (Fieber).
Die Fans erleben einen echten Handball-Krimi! Bis zum Schluss bleibt es spannend. Auch, weil die Flensburger in der Defensive immer wieder überraschende Lücken offenbaren. Die Franzosen haben sogar noch zehn Sekunden Zeit für den letzten Angriff, verwerfen aber.
Flensburgs Simon Pytlick ist mit neun Treffern bester Werfer.



