Wie planen die Bayern künftig mit ihren Torhütern? Sportvorstand Max Eberl (51) erklärte die Pläne des deutschen Rekordmeisters bei der Vorstellung von Torwart-Neuzugang Jonas Urbig (21/Vertrag bis 2029) am Freitagvormittag.

Anders als in der Saison 2020/21 bei Alexander Nübel (28/bis 2026 ausgeliehen an den VfB Stuttgart) wird Bayern-Keeper Manuel Neuer (38) ab Sommer Spiele an Urbig (kam für 7 Mio. Euro fixe Ablöse plus 3 Mio. mögliche Boni aus Köln) abgeben.

Eberl: „In den Vertragsgesprächen mit Manu haben wir darüber geredet, was unser Plan ist, und wir haben eine extreme Offenheit gemerkt. Und dann haben wir die Gespräche mit Jonas begonnen.“

Heißt: In den Verhandlungen mit Neuer über dessen Vertragsverlängerung bis 2026 waren die Spiele für Urbig ab kommender Saison fester Bestandteil! BILD hatte über diese Absprache bereits in den vergangenen Tagen berichtet.

Manuel Neuer (38) ist Bayern-Kapitän und soll seinen Vertrag bis 2026 in München verlängern

Foto: Dennis Brosda

Eberl weiter über Urbigs Wechsel: „Eigentlich hatten es für den Sommer geplant, jetzt hat er diese Monate eher, um anzukommen, zu lernen, zu fühlen – eben nicht am 1. Juli zu beginnen und dann quasi direkt in eine Phase einzutreten, wo mit Unterstützung von uns allen, Jonas auch seine Einsätze bekommen wird.“

Bedeutet: Alle haben den Einsatz-Plan für Urbig abgesegnet – auch Neuer! In der Rückrunde soll der deutsche U21-Nationalkeeper vom Kapitän, Sven Ulreich (36) und Daniel Peretz (24/fehlt wegen Nieren-Quetschung bis voraussichtlich Ende Februar, soll verliehen werden) erst mal noch lernen.

Bayerns Stammkeeper Manuel Neuer (38) mit Ersatzmann Daniel Peretz (24/r.)

Bayerns Stammkeeper Manuel Neuer (38) mit Ersatzmann Daniel Peretz (24/r.)

Foto: Dennis Brosda

Urbig: „Ich freue mich sehr, hier zu sein! Ich möchte erst einmal hier angekommen, dann mit der Torwart-Gruppe uns gemeinsam pushen und entwickeln – da freue ich mich drauf. Das ist jetzt erst mal der Start. Die Intention ist, mich persönlich weiterzuentwickeln und dann auf Strecke auch Spiele für den FC Bayern zu machen.“

Damit soll ein Szenario verhindert werden wie bei Nübel (kam 2020 ablösefrei von Schalke), der von Neuer nur vier Spiele bekam, sich dann 2021 erst nach Monaco und dann 2023 nach Stuttgart ausleihen ließ.

Alexander Nübel (28) ist noch bis 2026 ausgeliehen an den VfB Stuttgart

Alexander Nübel (28) ist noch bis 2026 ausgeliehen an den VfB Stuttgart

Foto: Harry Langer/dpa

Kritik am Bayern-Wechsel bekam Urbig (saß seit Mitte der Hinrunde in Köln nur auf der Bank) schon von Weltmeister Roman Weidenfeller (44)!

Der Ex-BVB-Keeper bei „Triple – der Schüttflix Fußballtalk bei Sky“: „Ich als Torwart kann es nicht verstehen. Als junger Spieler brauchst du Spielpraxis. Urbig hat sich aus meiner Sicht verwechselt. Er hätte sich bei einem Bundesligisten durchsetzen und erst mal zeigen müssen, dass er die Qualität hat, überhaupt in der ersten Liga zu spielen.“

Am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Live-Ticker bei sportbild.de) soll Urbig in der Bundesliga gegen Holstein Kiel erstmals im Kader stehen – das erfuhr er am Freitag um 10.30 Uhr von den Journalisten an der Säbener Straße!

Als der Neue gefragt wurde, ob er das schon wisse, schaute er verdutzt und sagte: „Hat der Trainer was gesagt? Ich weiß es nicht …“

Coach Vincent Kompany (38) hatte zuvor beim Verlassen des PK-Raumes bestätigt, dass Urbig gegen Kiel auf der Bank sitzt. Die Entscheidung hätte der Neuzugang kurz nach seiner Vorstellung vor dem geheimen Abschlusstraining um 13.30 Uhr erfahren. So bekam er die freudige Nachricht schon knapp drei Stunden zuvor.

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Teaser-Bild

Quelle: BILD/X

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