Sie können es doch noch – Alba Berlin gewinnt in der Euroleague gegen Maccabi Tel Aviv mit 93:87 und beendet seine zehn Spiele währende Pleitenserie in der Basketball-Königsklasse.
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Der Letzte schlägt den Vorletzten vor Geisterkulisse. Die Aleksandar Nikolic Halle (8.000 Plätze) in Belgrad (dort trägt Maccabi aufgrund des Nahost-Konflikts seine Heimspiele aus) ist mit nur mit wenigen Dutzend Zuschauern gefüllt.
Für die Alba-Profis aber völlig egal. Genau wie der Fakt, dass Maccabi Berlins absoluter Angstgegner ist. Seit 2001 traf man in der Euroleague nun zum 22. Mal auf die Israelis. Es setzte bis jetzt sage und schreibe 19 (!) Niederlagen. Nun der erst dritte Sieg.
Dabei klang es vor der Partie so, als hätte der Ex-Meister (zuletzt 2022) die Euroleague-Saison innerlich schon abgehakt. Malte Delow (23) gab im SPORT-BILD-Gespräch offen zu: „Natürlich gucken wir schon auf Sonntag. Die BBL ist die Liga, wo wir gewinnen müssen, unsere Position in der Tabelle auf jeden Fall verbessern.“

Gähnende Leere: Kaum jemand wollte Albas Auswärtssieg in Belgrad gegen Maccabi Tel Aviv sehen
Was der Nationalspieler meint: In der Bundesliga ist Alba nach 16 Spieltagen nur enttäuschender 14. Am Sonntag (16.30 Uhr live bei Dyn und kostenlos bei Welt TV) kommt es zum Prestige-Duell bei Doublesieger Bayern München.
Aber: Seine Position verbessern müsste Alba als Letzter auch in der Euroleague. Doch auf einen Play-In-Platz (ab Rang 10) schielt in Berlin nach jetzt vier Siegen aus 23 Partien längst niemand mehr. Trotz des Erfolgs gegen Maccabi bleibt das Team von Coach Israel Gonzalez Letzter. Und klar ist ebenso: Die Königsklasse ist auch in diesem Jahr eine Nummer zu groß für die Albatrosse. Dennoch gibt der Erfolg Aufschwung.
Top-Werfer Yanni Wetzell: „Das gibt ein deutlich besseres Gefühl. Wir hatten eine schwierige Serie über die letzten Monate. Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs, wir haben uns das verdient.“
Nun gilt, was bereits vor dem Maccabi-Spiel in den Hinterköpfen spukte: volle Konzentration auf den Kracher gegen Bayern. Die feierten am Abend ebenfalls einen Auswärtssieg – bei Ex-Coach Andrea Trinichieri (56) in Kaunas.


