Samba-Party bei der Handball-WM in Dänemark, Norwegen und Kroatien.
Die Sensation ist perfekt. Brasilien steht zum ersten Mal im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft. Unglaublich, die Südamerikaner gewinnen souverän 27:24 (14:9) gegen Schweden, den Europameister von 2022 und EM-Dritten von 2024. Damit steht so gut wie fest: Brasilien trifft in der K.-o.-Runde auf Dänemark und Deutschland auf Portugal, die in dieser Gruppe Erste und nur noch theoretisch zu verdrängen sind.
Nicht einmal gibt Brasilien, Deutschlands letzter WM-Testgegner (28:26 und 32:25), die Führung aus der Hand. Held des Abends ist Torhüter Rangel Da Rosa (28), der die Schweden immer wieder zum Verzweifeln bringt – am Ende hat er 20 Paraden (48 Prozent – Weltklasse!).
Nicht nur Rosa auch Rot müssen die Schweden in diesem Spiel schlucken.
DER Fehlpfiff der WM: Dreiste Portugiesen tricksen Schiris aus
Ex-Füchse-Kapitän Paul Drux (29) ist begeistert, sagt bei Sportdeutschland.TV: „Wer hätte das gedacht, dass Brasilien ins Viertelfinale kommt. Auf Portugal haben die Experten noch getippt, aber Brasilien?“
Schnell liegen die Schweden im Spiel mit 7:11 (24.) zurück. Drux ist enttäuscht: „Also das war zu wenig. Die Schweden spielen keine zweite Welle, haben gar kein Tempo, die gehen nicht mit allem, was sie haben, aufs Tor. Der Kader hatte definitiv das Zeug dazu, Brasilien zu schlagen, aber ihnen fehlt der verletzte Felix Claar (Spielmacher in Magdeburg, d. Red.) schon brutal.“
Schwedens Möller fliegt mit Rot runter
Mit der Unsicherheit kommt noch Pech dazu. Nach einem unabsichtlichen Ellenbogen-Treffer ins Gesicht des Brasilianers Hugo Bryan Monte Da Silva (21) fliegt Felix Möller (22) in der 24. Minute nach Videobeweis mit Rot runter. Dem schwedischen Kreisläufer stehen die Tränen im Gesicht, versteckt seinen Kopf im Kragen der Trainingsjacke. Mit 14:8 feiern sich dagegen die Brasilianer in die Halbzeitpause.
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Es ist das Spiel der Gesichtstreffer. Nach einigen Zwei-Minuten-Strafen greifen die Schiris in der 41. Minute wieder nach Videobeweis in die Hosentasche. Denn der zuvor noch gefoulte Brasilianer Hugo Bryan Monte Da Silva sieht ebenfalls glatt Rot nach Griff ins Gesicht von Albin Lagergren.
Ein Schock für Brasilien. Bryan Monte ist einer ihrer wichtigsten Spieler. In der 48. Minute sind die Schweden auf ein Tor dran – 19:20. Dabei liegen die Brasilianer schon zweimal mit sechs Treffern in Führung und Schweden noch kein einziges Mal vorn. Doch die Brasilianer behalten die Nerven, kämpfen um jeden Ball, verteidigen mit allem, was sie haben, und führen fünf Minuten vor dem Ende 25:20.
Der Drops ist gelutscht! Die Überraschung perfekt. Brasilien feiert sich mit Handball-Samba ins Viertelfinale.


