Der Viertelfinal-Gegner der deutschen Mannschaft steht (so gut wie) fest!
Bei der Handball-WM in Dänemark, Norwegen und Kroatien bezwingt Portugal die Spanier überraschend deutlich in Oslo mit 35:29 (12:13) und bleibt Gruppen-Erster.
Und wird davon auch mit ganz großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu verdrängen sein. Bedeutet: Portugal wird im Viertelfinale auf die DHB-Auswahl treffen.
Mitten ins Gesicht: Für diesen 7-Meter-Treffer zeigt er sofort ROT
Nur rein rechnerisch ist es noch möglich, dass es nicht dazu kommt. Praktisch ist die Sache klar. Denn: Die Portugiesen spielen zum Abschluss der Hauptrunde gegen das noch punktlose Schlusslicht Chile. Obwohl sie Platz zwei und damit das Viertelfinale auch bei einer Niederlage sicher hätten, sie es also ruhiger angehen lassen könnten, ist eine Portugal-Pleite in diesem Duell praktisch ausgeschlossen.
Zumal sie noch eine besondere Motivation haben. Als Gruppenzweiter würden sie auf die Übermannschaft des bisherigen Turniers treffen: Co-Gastgeber Dänemark. Allein dies zu vermeiden, dürfte für Portugal Ansporn genug sein, auch das Chile-Spiel mit Volldampf anzugehen.
Zum Spanien-Spiel: Es ist die Partie der Brüder-Duelle. Martim (23) und Francisco Costa (19) bei den Portugiesen gegen gleich zwei Brüder-Paare bei den Spaniern: Alex (32) und Daniel Dujshebaev (27) und dazu die Top-Zwillinge Petar und Djordje Cikusa (19).
Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit kann sich keine Mannschaft mit mehr als zwei bis drei Toren absetzen. Oft führen die Spanier, doch die Portugiesen lassen sich nicht abschütteln.
Der Knaller des Spiels: Mit der Sirene zur Halbzeitpause nagelt Spaniens Ferran Sole Sala (32) einen unglaublichen Pass von Daniel Dujshebaev ins portugiesische Tor. Der Kempa-Trick ist atemberaubend, die Halle steht.

Hier zaubert Spaniens Ferran Sole Sala einen Kempa-Trick ins Tor
Das Brüderduell gewinnen die Costas
Ex-Bundesligaspieler Maik Thiele (52), Experte bei Sportdeutschland.TV jubelt am Mikro: „Was für ein sensationeller Pass übers halbe Feld. Das ist ja wie beim Beach-Handball, dafür hätten die spanischen Jungs zwei Punkte bekommen müssen.“ Kommentator Tobias Schimon (39) ergänzt schwer beeindruckt: „Das ist ja irre, den hätte auch ein Quarterback wie Tom Brady nicht besser passen können.“
Aus der Halbzeit kommen aber die Portugiesen besser, der Kempa-Kracher hat den Spaniern nichts gebracht. Denn nach einem 6:0-Lauf und fast 10 Minuten ohne Tor führen die portugiesischen Costa-Brüder mit ihrem Team plötzlich 22:19 (43).
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Das Spiel bleibt ein Krimi. Doch die vielen Zeitstrafen brechen den Spaniern in der Crunch-Time das Genick. Unerklärlicherlichweise verlieren sie vorne plötzlich völlig ihre Linie. Und Portugals junger Torhüter Diogo Marques (20) wächst über sich hinaus. Portugal zieht auf 28:23 (52.) weg und lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Diogo Marques (20) wird Spieler des Spiels, er hält 41 Prozent der Bälle auf seinen Kasten. Und auch das Bruder-Duell geht an Portugal. Martim (3 Treffer) und Francisco Costa (8 Tore) netzen 11-mal ein, Alex (vier Tore) und Daniel Dujshebaev (ohne Treffer) dagegen nur viermal.


