Die Easycredit Basketball-Bundesliga hat immer wieder kuriose Szenen parat – so auch beim klaren 92:73 der MHP Riesen Ludwigsburg gegen die Baskets Bamberg.

Diesmal im Mittelpunkt: Star-Schiedsrichterin Anne Panther.

Foto: BILD

Die gebürtige Schwerinerin leitet seit rund 15 Jahren Partien in der BBL, ist auch international aktiv. Ihr entgeht nichts auf dem Parkett. Nicht mal Dinge, die sonst gar keinem auffallen.

Keine drei Minuten sind gespielt, Ludwigsburg führt mit 6:2, als Bambergs Noah Locke zum Fast-Break ansetzt. Er wird von Johannes Patrick verteidigt, der sich im Sprint gut zwischen Gegner und Korb schiebt, so den einfachen Korb verhindert. Schiedsrichterin Panther pfeift – und gibt zur Überraschung aller nicht einfach nur Foul, sondern entscheidet auf Unsportliches Foul. Heißt: Der Gefoulte bekommt Freiwürfe und sein Team bleibt danach in Ballbesitz. Locke freut sich, klatscht mit Teamkollegen ab.

BBL: MHP Riesen Ludwigsburg lassen Baskets Bamberg keine Chance

Patrick ist völlig entsetzt, schlägt die Hände vors Gesicht, weil er sicher ist, dass das Foul im Kampf um den Ball passiert ist und nicht einzig gegen den Mann ging. Patrick fordert direkt die Video-Challenge von seinem Vater John, der Cheftrainer der MHP Riesen ist. Auch Dyn-Kommentator Fabrice Kao ist sicher: „Für ein Unsportliches Foul ist mir das eigentlich zu wenig. Aber gut, Anne Panther ist hier die Chefin auf dem Platz.“

Und die Chefin überrascht mit ihrer ungewöhnlichen Entscheidung alle: Das Unsportliche Foul kassiert nicht Patrick, sondern sein Bamberger Gegenspieler! Locke hatte direkt nach der Aktion dem Ludwigsburger noch einen Stoß mitgegeben, der Patrick Richtung Zuschauer taumeln lassen hatte.

Kommentator Kao gibt zu: „Jetzt bin ich selbst verwirrt. Das Unsportliche Foul ging also gegen Noah Locke. Das hab ich auch noch nicht gesehen, ein Unsportliches Foul in transition.“

Kao sieht dann nochmal die Szene in der Zeitlupe inklusive der Reaktion von Patrick, muss dann schmunzeln: „Ah, okay, jetzt seh ich‘s. Das Lustige ist: Johannes Patrick dachte selbst erst, dass er das Unsportliche bekommt.“

Bekommt er nicht, stattdessen stellt er mit den beiden Freiwürfen auch 8:2. Ein frühes Indiz dafür, wie das Spiel läuft. Ludwigsburg ist die gesamte Spielzeit vorne, lässt Bamberg maximal schnuppern. Neben einer gewohnt starken Defensive kriegt es „Lubu“ diesmal auch vorne hin, gewinnt auch in der Höhe verdient 92:73. Beste Werfer: Manjon für Ludwigsburg mit 17 Zählern, bei Bamberg kommt Stanic auf zwölf Punkte.

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Quelle: DYN

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