Während sich die Offiziellen des FC Barcelona freuen, dass die Registrierung von Dani Olmo (26) und Pau Victor (23) doch noch geklappt hat, formiert sich in Spaniens Fußball breiter Widerstand.
Gleich mehrere Klubs haben das Urteil des Obersten Sportrates von Spanien scharf kritisiert, der den Beschluss des Liga- und des spanischen Fußball-Verbandes RFEF gekippt hatte. LaLiga und RFEF hatten zuvor beschlossen, dass Olmo und Victor wegen der wirtschaftlichen Situation der Katalanen nicht spielberechtigt seien.
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„Dieses Eingreifen der Regierung schafft einen sehr gefährlichen Präzedenzfall“, schrieb Atlético Madrid in einer öffentlichen Mitteilung. Es öffne die Tür zur Umgehung der Regeln und zur Wiederholung der schweren Fehler der Vergangenheit.
Zuvor hatte bereits Las Palmas eine ähnliche Erklärung abgegeben, am Freitag folgten dann auch Espanyol Barcelona, der FC Valencia, Athletic Bilbao und Valladolid, die ihre Stimme im „Fall Olmo“ erhoben. Die Klubs sehen „die Gleichheit und Fairness des Wettbewerbs gefährdet“.
„Wir sind der Meinung, dass diese Entscheidung das aktuelle System aufs Spiel setzt und die Regel des Spiels infrage stellt“, hieß es von Atlético mit Blick auf wirtschaftlichen Vorgaben der Liga und die Registrierung der Spieler.
„Die wirtschaftliche Kontrolle durch LaLiga war das Hauptinstrument, das es geschafft hat, unseren Fußball in einen solventen Sektor zu verwandeln“, schrieb Atlético: „Ein Prozess, der international bewundert wird.“ Die Entscheidung des Sportrates hebelt dies nun aus Sicht der Madrilenen aus.
Angesprochen auf das Thema, äußerte sich Reals Trainer Carlo Ancelotti nach dem Einzug in das Finale des Supercups gegen den FC Barcelona am späten Donnerstagabend in Dschidda zurückhaltend. „Jeder hat seine eigene Meinung“, wurde er von spanischen Medien nach dem 3:0 gegen RCD Mallorca zitiert: „Was ich denke, behalte ich für mich.“

