Es ist eine Posse, die den FC Barcelona und ganz Spanien in Atem hält, Fans von Real Madrid überwiegend amüsiert. Das Scheitern des katalanischen Klubs mit der Registrierung seiner Spieler Dani Olmo (26) und Pau Victor (23) ist ein peinliches Debakel, das sich vor den Augen der Öffentlichkeit abspielt.
Barça gibt ein dilettantisches Bild ab. Die Leidtragenden sind die beiden betroffenen Spieler. Die Verantwortung dafür trägt aber ein Ende ein anderer: Klub-Boss Joan Laporta (62). Und gegen den formiert sich jetzt gewaltiger Widerstand.
Auch ohne Olmo souveränBarca-Sieg dank Lewandowski-Doppelpack
„Tsunami gegen Laporta“, titelt die spanische Tageszeitung „as“, „die gesamte Opposition fordert seinen Rücktritt.“
Schon in den vergangenen Tagen hatten sich diverse Klub-Organisationen und Fan-Plattformen in Statements gegen Laporta gewandt, teilweise seine sofortige Demission gefordert. Jetzt haben sich die Kräfte gebündelt. Insgesamt zehn einflussreiche Organisationen (Compromissaris FCB, Dignitat Blaugrana, El Senyor Ramon, Seguiment FCB, La Resistència del Palau, Sí al Futur, Suma Barça, Som un Clam, Transparència Blaugrana und Un Crit Valent) haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie den sofortigen Rücktritt von Joan Laporta fordern, „um Platz zu machen für eine neue Etappe mit neuen Arbeits- und Managementmethoden“.
Falls der Präsident nicht freiwillig zurücktrete, solle er den Vereins-Mitgliedern zumindest die Vertrauensfrage stellen. Das dritte Szenario wär, dass ein Misstrauensantrag gestellt würde.
Die Vorwürfe an Laporta beinhalten nicht nur die Olmo-Posse, sondern auch u.a. die mangelnde Bereitschaft zum Dialog mit den Fans, Undurchsichtigkeiten bei der Verlängerung des Vertrages mit Nike, „den Versuch, einen Basketballspieler von zweifelhaftem Ruf mit bedauerlichen Praktiken zu verpflichten (Thomas Heurtel, d.Red.), die ständige Ungewissheit mit dem Nou Palau“.
Laporta selbst versucht, zu beschwichtigen. Er sei weiterhin optimistisch, die komplizierte Situation um Dani Olmo zu lösen. Barça will sich juristisch gegen den Beschluss des Liga-Verbandes und des spanischen Verbandes RFEF wehren, den Verwaltungsgerichtshof für Sport oder die ordentliche Gerichtsbarkeit anrufen, schrieb die katalanische Fachzeitung „Mundo Deportivo“.

