Das neue Jahr beginnt für die Veolia Towers genauso, wie das alte aufgehört hat – mit einer schmerzhaften Niederlage.

Im EuroCup setzte es für Hamburgs Basketballer beim neunmaligen rumänischen Meister U-BT Cluj-Napoca eine Klatsche – 83:104 (35:45). Für die wankenden Türme war es schon die zehnte Pleite der Saison im zweithöchsten europäischen Wettbewerb in Gruppe B.

Vor den Toren der (inoffiziellen) Hauptstadt Transsylvaniens liegt der berüchtigte Geisterwald Hoia-Baciu. Das „Bermuda-Dreieck von Europa“ gilt als Hotspot für paranormale Erscheinungen wie UFOs und Gespenster. Unter den alten Eichen, Buchen, Erlen und Birken soll es sogar ein Portal in eine andere Welt geben!

Das hätten die Hamburger an diesem Abend gebraucht. Aber in der harten Realität zeigt das Team von Benka Barloschky (feierte Neujahr 37. Geburtstag) keine Entwicklung. Und fiel in der zweiten Hälfte phasenweise auseinander.

„Eine große Niederlage, eine harte Niederlage“, gestand Barloschky ein. „Wir konnten fast 40 Minuten lang keinen Rhythmus finden.“

EuroCup: Towers-Klatsche in Cluj: Horror-Nacht am Geisterwald

Bei den Towers fehlten erneut die „Großen“ Benedikt Turudic (27/Verdacht auf erneuten Bandscheibenvorfall) und Zsombor Maronka (23/Fuß). Für ihn half Drittliga-Profi Camron Reece (32) von Kooperationspartner Rist Wedel aus. Der frisch verpflichtete U23-3×3-Weltmeister Fabian Giessmann (19) war mitgereist, stand aber noch nicht im Kader.

In der Easycredit BBL hatten die Türme vorm Jahreswechsel dreimal in Folge verloren. Im ersten Spiel 2025 legten sie mit beherzter Defensive los. Problem nur: Im Angriff ließen sie zu viele leichte Punkte liegen. So zogen die Rumänen am Ende des ersten Viertels bis auf acht Punkte weg (22:30).

Auch in den zweiten zehn Minuten taten sich die Towers schwer, ihren offensiven Rhythmus zu finden. Dazu häuften sich mal wieder die Ball-Verluste (insgesamt 16). Aber das Duell bewegte sich noch auf Augenhöhe.

„Stop, Stop, Stop!“Schockmoment für Basketball-Team

Quelle: BILD / AIRLINE VIDEOS LIVE

Nach der Pause wurde es in der BT Arena gruselig. Die Towers waren zwar nach gutem Start bis auf 45:51 dran. Dann geschah Unerklärliches …

Die Hamburger kriegten nichts mehr auf die Reihe, wirkten plötzlich seltsam blutleer – und Cuj-Napoka zog auf 55:82 (30.) weg. Im Schluss-Abschnitt betrug der Vorsprung bis zu 37 (!) Punkte – 56:93. Was für ein Horror! Ein 13:0-Lauf am Ende brachte zumindest noch Ergebnis-Kosmetik. Bester Hamburger war erneut Center Kur Kuath (26) mit 14 Punkten und 7 Rebounds.

Barloschky: „Die erste Hälfte war okay, in der zweiten Hälfte war die Qualität nicht gut genug. Wir konnten nicht mit dem körperlichen Spiel umgehen. Gegen die großen Jungs hatten wir nichts entgegenzusetzen. Wir haben viel zu viel gefoult, haben zu viele leichte Punkte abgegeben. Aber wir werden nicht aufgeben. Wir werden uns wieder aufraffen, zusammenbleiben und uns aufs nächste Spiel vorbereiten.“

Denn in der Easycredit BBL geht es am Montag bei den Bamberg Baskets weiter (18.30 Uhr, Dyn).

Teaser-Bild

Foto: BILD

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