Sie fahren weit, sie fahren viel, sie verlieren jedes Spiel.
Sechste Auswärts-Partie für die EWE Baskets Oldenburg in der Easycredit Basketball Bundesliga, sechste Niederlage. Bei den Braunschweiger Basketball-Löwen setzt es vor 6242 Zuschauern ein dramatisches 83:82.
Dabei erfindet Oldenburgs Len Schoormann (22) vor dem Spiel noch fix einen neuen Feiertag, verlängert einfach Weihnachten.
Am Dyn-Mikro sagt der deutsche Nationalspieler (ein Einsatz): „Es ist immer schön, Weihnachten mit meiner Freundin und dem Hund zu feiern. Wir hatten eine schöne Zeit. Aber jetzt hoffe ich, dass wir jetzt am dritten … am dritten Weihnachtsfeiertag einen Sieg erzielen können.“
Klappt nicht. Auch, weil sich Oldenburg gleich zu Beginn viele Ballverluste leistet. Nach rund acht Minuten stehen die EWE Baskets bei sieben Turnovers.
Dyn-Kommentator Arne Malsch: „Die werfen hier die Bälle weg, es ist Wahnsinn!“
Der einzige Dreierversuch in den ersten zehn Minuten fällt nicht, Braunschweig auf der anderen Seite versenkt vier von acht Versuchen. Führt nach dem ersten Viertel mit 27:19.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts gibt Malsch eine Einführung in Sachen Beinkleid-Trends. Es geht um Oldenburgs Ty Nichols: „Der sollte eigentlich in der BBL für Bademoden zuständig sein. Denn der trägt seine Shorts immer so, wie man eher eine Badehose am Strand tragen müsste.“ Bedeutet: seeehr weit hochgezogen und sehr eng.
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Beim Stand von 33:26 für Braunschweig dann DIE Slapstick-Szene. Oldenburgs Jaworski zieht nach Fastbreak zum Korb, setzt den einfachen Korbleger daneben. Sein Mitspieler Agbakoko holt sich den Rebound, legt seinen völlig freien Korbleger ebenfalls daneben. Holt sich nochmal den Rebound und versucht den Dunking, haut den Ball aber auf den Ring. Solch eine Pannen-Serie sieht man nicht alle Tage.
Malsch beobachtet: „Da muss sogar Schiedsrichter Carsten Straube lächeln, der hier ganz nah bei mir stand. Der musste da auch schmunzeln“.
Zur Halbzeit führt der Gastgeber 48:38.
Nach der Pause kommt Oldenburg nicht mehr richtig ran. Die Braunschweiger haben immer eine Antwort, führen vor den letzten zehn Minuten mit 68:57.
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Im Schluss-Viertel wird es dann nochmal spannend. Zwei Minuten vor dem Ende kommt Oldenburg mit einem 11:0-Lauf zum Unentschieden (77:77). Im Gegenzug versenkt Crockett einen Dreier. Die Halle tobt!
20 Sekunden vor Schluss steht es nach einem Schoormann-Dreier wieder Unentschieden (82:82).
In der letzten Aktion zieht Braunschweigs Velicka zum Korb, wird von Agbakoko geblockt. Die Schiedsrichter entscheiden auf Foul. Malsch: „Oh, ist das eine harte Entscheidung!“.
Velicka versenkt einen Freiwurf. Der reicht zum Sieg!
Die besten Werfer: Crockett (22 Punkte) für Braunschweig und Schoormann (21) für Oldenburg.


