Jetzt gewinnen sie auch noch auswärts!

Bayerns Basketballer siegen nach fünf Euroleague-Auswärtspleiten in Folge bei Emporio Armani Mailand mit 79:78. Was für eine Nervenschlacht, die erst in der letzten Sekunde entschieden wird!

Und die bedeutet das Ende eines üblen Auswärtsfluches der Münchner. Denn die konnten vor fast auf den Tag genau sechs Jahren letztmals in Mailand gewinnen. Am 19.12.2018 gab es fast das identische Ergebnis in Italien (80:78), damals noch unter Coach Dejan Radonjić. Danach setzte es acht Pleiten hintereinander in der Modemetropole – bis jetzt.

LeBron vs. BronnyAuf DIESES Dunk-Duell haben alle gewartet

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Zum Spiel: Bayern mit einem herausragenden Start, Mailand gelingen im ersten Viertel gerade einmal 14 Punkte, Bayern führt 26:14. Zwischenzeitlich liegt das Team von Gordon Herbert 18 Punkte vorne. Zur Pause ist es aber nur noch ein Punkt Vorsprung (40:39).

Magenta-Kommentator Sebastian Ulrich prophezeit: „Das wird ein wilder Ritt hier in Mailand.“ Wie er Recht er behalten sollte!

Mit sechs Zählen Vorsprung gehen Obst & Co. in den Schlussabschnitt – und treffen plötzlich GAR NICHTS mehr. Vier Minuten bleiben die Bayern ohne jeglichen Punkt. Mailand gleicht erst aus – und geht dann per Dreier in Führung (68:65).

Das weckt den deutschen Doublesieger endlich auf, er legt einen 6:0-Lauf hin und führt wieder mit drei (71:68). Viereinhalb Minuten noch zu spielen. Auszeit Mailand. Wieder wechselt das Momentum. Zwei Dreier bringen Mailand wieder in Führung.

24,7 Sekunden vor Schluss steht es 78:78. Ballbesitz Bayern, Edwards verlegt den Dreier, aber Weiler-Babb krallt sich den Rebound und wird gefoult. Er trifft aber nur einen der beiden Freiwürfe. 11,8 Sekunden sind noch zu spielen. Hochspannung. Mailands letzter Zwei-Punkte-Wurf verfehlt das Ziel, der Rebound ist bei Bayern. Und das Spiel vorbei.

Nicht nur die Bayern waren am Freitag auf Europapokal-Reisen…

Olympiakos Piräus – Alba Berlin 90:85

„Wenn Olympiakos einen Lauf hat, ist es super schwer, sie zu Hause zu stoppen“, sagte Alba-Coach Israel Gonzalez (49) vor der Partie im Peace & Friendship Stadium in Piräus. Trotz der 85:90-Pleite gelingt es den Berlinern hervorragend, die klar favorisierten Griechen nicht in einen solchen Lauf kommen zu lassen.

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Mit einem 41:44-Rückstand zur Pause ist man noch voll in Schlagdistanz. Und es wird sogar noch besser. 50 Sekunden vor dem Ende liegt Alba sogar mit einem vorne (85:84), schnuppert an der faustdicken Überraschung beim Tabellendritten.

Magenta-Kommentator Michael Körner: „Alba führt bei Olympiakos Piräus – diesen Satz hätten wir heute nicht erwartet.“ Auszeit Piräus. Im nächsten Angriff treffen die Griechen für zwei, führen mit einem (86:85).

Dann die spielentscheidende Szene: Alba-Kapitän Hermannsson nimmt sich 29 Sekunden vor Schluss den Dreier, der Ball klatscht auf den Ring, flippert anschließend durch die Reihen, im dritten Zugreifen sichert sich Olympiakos den Rebound und zieht das Foul. Beide Freiwürfe drin – 88:85.

Noch 21,6 Sekunden auf der Uhr. McCormack muss unter Druck den Dreier versuchen, auch der knallt zweimal an den Ring und wieder raus, wieder Ballbesitz und zwei Freiwürfe Piräus, die beide drin sind und den Endstand bedeuten.

Schade für ein tapferes Alba, das Euroleague-Letzter bleibt und mit der elften Pleite aus den letzten zwölf Pflichtspielen die Heimreise antritt – und schon am Sonntag (15 Uhr/Dyn) als Liga-15. zum BBL-Keller-Kracher bei Schlusslicht BG Göttingen ranmuss.

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