Neue Details im Doping-Fall um Chelsea-Star Mykhaylo Mudryk (23).
Am Dienstag war bekannt geworden, dass der Ukrainer bei einem Anti-Doping-Test im Oktober positiv getestet wurde.
Sein Verein hatte daraufhin mitgeteilt: [–>„Der Chelsea Football Club kann bestätigen, dass sich der Fußballverband kürzlich mit unserem Spieler Mykhailo Mudryk in Verbindung gesetzt hat, weil bei einem Routine-Urintest ein negatives Ergebnis festgestellt wurde.“
Nun scheint klar, um welche Substanz es sich handeln soll. Wie die englische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, wurde bei Mudryk der Wirkstoff Meldonium nachgewiesen.
Der herz- und kreislaufwirksame Arzneistoff, der unter dem Namen Mildronat verkauft wird, wurde vom lettischen Wissenschaftler Ivars Kalvins (77) erfunden. Und sollte eigentlich sowjetischen Supersoldaten helfen!
Das verriet Kalvins 2016 in einem Gespräch mit der amerikanischen Zeitschrift „Wired“:[–> „Wenn die Soldaten in den Bergen operieren müssen, herrscht Sauerstoffmangel. Die Möglichkeit, sich vor Schäden zu schützen, ist die Verwendung von Mildronat.“
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Große Mengen der Substanz seien über Jahre an die russische Armee geliefert worden, zahlreiche Soldaten hätten die Substanz laut Kalvins genutzt.
Seit 2016 steht Meldonium bei der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf der Liste der verbotenen Substanzen. Noch im selben Jahr wurde der Wirkstoff bei Ex-Tennis-Superstar Maria Sharapova (37) nachgewiesen.
Die Russin wurde daraufhin zunächst für zwei Jahre vom internationalen Tennis-Spielbetrieb ausgeschlossen, später wurde die Sperre auf 15 Monate reduziert.
Im äußersten Fall könnte Mudryk nun ebenfalls ein Spielverbot drohen. Der Offensiv-Spieler meldete sich nach Bekanntwerden seines Falls in den sozialen Medien zu Wort und schrieb: [–>„Ich habe nie wissentlich verbotene Substanzen verwendet oder gegen Regeln verstoßen und arbeite eng mit meinem Team zusammen, um herauszufinden, wie das passieren konnte.“
Noch besteht ein Fünkchen Resthoffnung für Mudryk. Bislang ist das Dopingergebnis durch die Auswertung der B-Probe nicht final bestätigt.

