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Quizdrama in der ARD: Nach einer denkbar knappen Niederlage erhob ein “Gefragt – Gejagt”-Kandidat schwere Vorwürfe – und machte seinem Ärger über den verpassten Gewinn öffentlich Luft.
05.07.2026, 12:0005.07.2026, 12:00
Noch lange nach seiner Teilnahme in der Quiz-Show “Gefragt – Gejagt” fühlte sich Kandidat Michael Meichsner benachteiligt und erhob nach der verlorenen Schlussrunde Betrugsvorwürfe gegen die ARD. Es ging für ihn immerhin um 36.000 Euro – und eine fragwürdige Regelauslegung.
Wütender Abgang bei “Gefragt – Gejagt”: Kandidat sieht sich um 36.000 Euro geprellt
Die ARD-Quizshow “Gefragt – Gejagt” sorgt regelmäßig für knappe Entscheidungen. Doch in diesem Fall gab es nicht nur enttäuschte Gesichter, sondern einen echten TV-Eklat: Kandidat Michael Meichsner aus Knüllwald zog nach der Finalrunde gegen Jäger Sebastian Jacoby öffentlich vom Leder, und das nicht zu knapp.
Was war passiert? Im Finale hatte das Team um Meichsner stolze 108.000 Euro erspielt, ehe es dem Jäger Sebastian Jacoby unterlag. Meichsner erhob daraufhin den Vorwurf, dass die ARD mit zweierlei Maß gemessen habe. Konkret ging es um zwei verschiedene Antworten – beide nach Ansicht des enttäuschten Kandidaten, dem 36.000 Euro vom Gesamtgewinn zugestanden hätten, spielentscheidend.
Regelauslegung bringt Kandidaten auf die Palme
Im Interview mit der “Bild” warf Meichsner dem Sender vor, dem Jäger eine viel zu großzügige Auslegung gestattet zu haben. Auf die Frage nach einer glücksbringenden Pflanze, deren Name auch ein berühmter Künstler war, antwortete Jacoby mit “Kleeblatt”. Laut Meichsner wäre nur “Klee” korrekt, trotzdem akzeptierte die Jury die Antwort.
Ganz anders die Szene für das Rate-Team: Die Frage danach, in welchem Stadtteil New Yorks der legendäre “Cotton Club” stehe, beantworteten Meichsner und Co. mit “Manhattan”. Die ARD jedoch bestand auf “Harlem”, was wiederum ein Teil von “Manhattan” ist – und wertete “Manhattan” als falsch. Meichsner empfand dieses kleinliche Vorgehen als klare Benachteiligung und sprach offen von “Betrug”.
Der Versuch, nachträglich für mehr Fairness zu sorgen, blieb allerdings erfolglos. Die Regelauslegung der Redaktion hatte Bestand, das Preisgeld wanderte zurück in den ARD-Topf. Meichsner und sein Team gingen auch nach den Protesten leer aus.

