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Der Riesen-Zoff um Trainer Anton Gavel (41). Der FC Bayern Basketball will den Deutsch-Slowaken unbedingt als Nachfolger von Trainer-Legende Svetislav Pešić (76). Das Problem: Gavel hat noch ein Jahr Vertrag bei den BMA365 Bamberg Baskets! Damit die Münchner (Etat 48,2 Mio. Euro) um eine Ablöse herumkommen, will sich Gavel darum mit einem juristischen Winkelzug aus dem Vertrag winden. Der Fall hat Bambergs Mäzen Michael Stoschek (78) derart enttäuscht, dass er sich komplett aus dem Sport zurückzieht: „Ich denke, als erfolgreicher Unternehmer und Leistungssportler über mehr als 50 Jahre habe ich gelernt, was Fairness und Anständigkeit ist. Die Causa Anton Gavel berührt mich so sehr, dass ich mit dem Basketball nichts mehr zu tun haben möchte.“

Foto: Dyn

Auch viele Fans in „Freak City“ sind menschlich schwer enttäuscht von Gavel. Die beteiligten Klubs hatten sich bislang noch nicht zu den beispiellosen Vorgängen geäußert. Jetzt meldet sich Bambergs Geschäftsführer Philipp Höhne (39) zu Wort. In einem knapp vierminütigen Video ist der ehemalige Zehnkämpfer merklich bemüht, Dampf aus der Sache zu nehmen.

„Dass Anton Gavel durch diese sensationelle Saison natürlich auch das Interesse von Euroleague-Klubs auf sich gezogen hat, ist wenig verwunderlich“, sagt Höhne darin. „Genauso wenig wundert mich das auch, dass Anton als Trainer natürlich auch nach diesem Niveau strebt, weil es das höchstmögliche Niveau für ihn ist. Er ist ein bekennender Euroleague-Fan. Und deswegen haben wir auch von Anfang an gesagt: Jawohl, wir stehen da einer Lösung nicht im Weg, wir würden ihm gerne auch diese Möglichkeit einräumen – insofern es einfach eine akzeptable Lösung für uns gibt.“

BBL: Trainer-Zoff um Anton Gavel: Jetzt meldet sich Bamberg-Boss Philipp Höhne zu Wort

Höhne hatte schon vor Wochen öffentlich eine Ablöse-Zahlung für seinen wichtigsten Angestellten verlangt. Und war mit der Forderung nach 1 Mio. Euro hoch in den Poker eingestiegen.

„Leider ist bis zum heutigen Tag, obwohl wir stets immer unsere Offenheit, unsere Gesprächsbereitschaft gezeigt haben, noch kein ansatzweise akzeptabler Vorschlag gekommen“, erklärt er. „Ganz im Gegenteil! Es wird jetzt offensichtlich versucht, mit irgendwelchen Tricks zu arbeiten, um Anton Gavels befristeten Dreijahresvertrag, der noch in der kommenden Saison läuft und der keinerlei Ausstiegsoptionen vorsieht, um aus diesem Vertrag rauszukommen.“

Gavels Seite beruft sich darauf, dass er seinen Vertrag im Sommer 2024 nur digital unterschrieben habe. Nach damaliger Rechtslage gelte der Vertrag daher als unbefristet – und Gavel habe das Recht, mit einer Frist von vier Wochen einfach zu kündigen. Allerdings werden heutzutage schätzungsweise 95 Prozent aller Verträge in der Easycredit BBL auf diese Weise unterzeichnet …

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Quelle: dpa/ AP / X: @MariaFrancesMac

Auch Höhne ist vom Gebaren der Gavel-Seite überrascht: „Das ist natürlich nicht das, was wir erwarten, wie man sich verhält, sondern wir wollen einfach eine faire Lösung für alle Seiten. Das haben wir auch schon seit mehreren Wochen proklamiert. Und wir hoffen, wir wünschen es, dass es einfach noch zu so einer Lösung kommt.“ Der FC Bayern hat den Bamberger Verantwortlichen jedoch mehrfach mitgeteilt, dass man keine Ablöse zahlen werde.

Die Fronten sind also verhärtet. Höhne betont darum: „Und es tut mir auch persönlich am meisten leid und weh: Der Leidtragende ist ganz allein Anton Gavel. Und das ist aus meiner Sicht einfach nicht gerechtfertigt. Denn Anton Gavel ist in Bamberg eine absolute Respektsperson. Wir sind ihm zutiefst dankbar für alles, was er geleistet hat, für alles, was er beigetragen hat, für unsere Organisation. Allein, was er uns diese Saison für ein Gefühl zurückgegeben hat, das steht über allem.“

Deswegen appelliert Höhne an die Fans des Überraschungs-Pokalsiegers: „Hey! Hört auf, euch über diese Thematik aufzuregen, sondern denkt an diese geile Saison zurück und freut euch auf die neue Saison.“

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