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Frankreich verliert nur wenige Tage vor dem Start der Fußball-WM seinen Test gegen den deutschen Gruppengegner Elfenbeinküste (1:2). Trotz der Niederlage herrscht keine Unruhe, ein Star kassiert sogar ein Mega-Lob: Rayan Cherki (22).

Das Mittelfeld-Ass von Manchester City absolvierte am Donnerstagabend sein erst sechstes Länderspiel für Frankreich. Kurz vor der Pause sorgt er nach einer Konaté-Vorlage für die Führung. Beim 1:1 (53.) durch Doué steht er noch auf dem Platz, beim 1:2 durch Diallo (84.) war er sechs Minuten ausgewechselt. Der französische Sportjournalist Daniel Riolo erklärt gegenüber „RMC“ nach der Partie: „Wir haben eine Meisterleistung von Cherki gesehen, aber wir müssen abwarten, inwieweit wir ihm die Schlüsselrolle geben. Er hat die Verantwortung übernommen, er hatte viele Ballkontakte, wir haben ihn gesucht, er hat das Spiel gelenkt und die technischen Qualitäten dessen gezeigt, was wir das ‚kleine Genie auf der Zehnerposition‘ nennen.“

Und weiter: „Das war etwas, was wir nicht gewohnt waren. 20 bis 25 Jahre lang hatten wir keinen Spieler wie ihn, der das Spiel der französischen Nationalmannschaft so lenken konnte. Das entsprach nicht der Deschamps-Tradition. Wem haben Sie seit Zidane die Schlüsselrolle anvertraut? Wir haben keinen anderen Spieler. Dort haben Sie ihn auf die Zehnerposition gestellt, und jeder Ball lief über ihn. Er hat es gewagt, Dinge auszuprobieren und akzeptiert, dass er einige Chancen verfehlt hat. Das muss man bei einem solchen Spieler akzeptieren.“

Zinedine Zidane (53) spielte 108 Mal für Frankreich

Foto: Getty Images

Der ehemalige Luxemburg-Verteidiger Maxime Chanot (36/unter anderem New York City FC und Los Angeles FC) hält dagegen und erklärt: „Man kann nicht mit Cherki in den Wettbewerb starten. Der Wettbewerb ist viel zu schnelllebig. Er hat eine sehr gute erste Hälfte gespielt, aber das reicht bei Weitem nicht aus, um ihm jetzt schon zu vertrauen. Es ist riskant, ihn gleich zu Beginn des Wettbewerbs aufzustellen, wo es doch Didier Deschamps’ letzter ist (hört nach dem Turnier auf; d.Red.) und man mit Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise Spieler im selben Spielmacherstil hat.“

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