Paris Saint-Germain ist Champions-League-Sieger! Das französische Star-Ensemble schlug den FC Arsenal in einem dramatischen Finale mit 5:4 nach Elfmeterschießen. Für Kai Havertz und die Gunners platzte der Titel-Traum – trotz früher Führung durch den deutschen Nationalspieler. Nach 120 Minuten stand es 1:1, dann entschied das Nervenspiel vom Punkt. PSG kassiert neben dem Pokal auch die Uefa-Prämie von 25 Millionen Euro.
Vor 61.035 Zuschauern in Budapest hatte Havertz die Engländer in der 6. Minute in Führung geschossen. Weltfußballer Ousmane Dembélé glich per Foulelfmeter aus (65.). In der Verlängerung fielen keine Tore mehr.
Als erster Klub seit Real Madrid verteidigten die Franzosen den Titel in der Königsklasse. Die Königlichen aus Spanien hatten zwischen 2016 und 2018 sogar dreimal in Folge triumphiert.
Havertz trifft früh
Die Franzosen starteten mit exakt den zehn Feldspielern, die im Finale vor einem Jahr Inter überrannt hatten. Arsenal setzte in der Sturmspitze auf Deutschlands WM-Hoffnung Havertz. Trainer Mikel Arteta sagte: „Er hat diese Gabe, wichtige Tore zu machen.“ Und bewies einmal mehr ein goldenes Händchen.
Auch wenn die Entstehung des Führungstreffers glücklich war: Marquinhos schoss Arsenals Leandro Trossard an, der Ball prallte in den Lauf von Havertz. Aus spitzem Winkel hämmerte der Ex-Leverkusener ihn unter die Latte. Der frühe Schock war den Parisern anzumerken.
Die vermeintlich beste Offensive der Welt fand keinen Schlüssel für die Abwehr der Engländer, die unheimlich tief standen. PSG hatte quasi keinen wirklich gefährlichen Abschluss im ersten Durchgang – trotz mehr als 70 Prozent Ballbesitz. Starstürmer Dembélé war zunächst überhaupt kein Faktor.
Der Favorit erhöhte den Druck nach der Pause und schien dem Ausgleich immer näherzukommen. Bis zum Arsenal-Strafraum stießen die Franzosen oft mühelos vor, dann fehlte entweder die Genauigkeit oder ein Rot-Weißer warf sich in den Schuss.
Ein bitterer Abend für Kai Havertz und Arsenal
Elfmeter bringt PSG zurück
Ein Elfmeter brachte PSG schließlich zurück ins Spiel. Einige PSG-Anhänger sprangen vor Freude in den Innenraum – sofort rückte die Polizei an.
Die Fans der Engländer brachten hingegen ihren Frust über den deutschen Schiedsrichter Daniel Siebert lautstark zum Ausdruck. Schon am Ende der ersten Hälfte war Siebert ausgepfiffen worden, nachdem er auf Zeitspiel gegen die Gunners entschieden hatte und einen Eckball nicht mehr ausführen ließ.
In der Schlussphase der regulären Spielzeit wurde es dramatisch mit Riesenchancen für PSG durch Khvicha Kvaratskhelia, Vitinha und Bradley Barcola. Doch die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen. Arsenal hatte in der Verlängerung zwar wieder offensiver agiert, konnte das Spiel aber nicht mehr an sich reißen.

