Das kommt nicht gut an: Mit einer höchst fragwürdigen Aktion hat Tottenham-Kapitän Cristian Romero (28) vor dem Abstiegs-Showdown am Sonntag gegen Everton (17 Uhr/WOW) den Unmut der eigenen Anhänger auf sich gezogen. Der seit über einem Monat verletzte Innenverteidiger wird sein Team nicht von der Tribüne aus unterstützen, sondern schaut sich stattdessen das Finale um die Meisterschaft in seiner argentinischen Heimat an.
Am Sonntag (20.30 Uhr) spielen ebenfalls Rekordmeister River Plate und das Überraschungsteam, CA Belgrano, gegeneinander. Belgrano kann sich mit einem Sieg den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte sichern – etwas, das sich Romero nicht entgehen lassen will. Denn: Der Spurs-Star stammt aus dem Nachwuchs des Traditionsvereins und wurde dort zum Profi. Dennoch fragwürdig, dies über das Abstiegs-Finale zu stellen, wie auch Radio-Host und Fan Tottenhams Paul Hawksbee findet.
Als Südamerika-Experte Tim Vickery die Nachricht am Donnerstag beim britischen Sportnetzwerk „talkSPORT“ öffentlich machte, reagierte Hawksbee mit Häme: „Ein guter Mannschaftskapitän also. Nicht bei Tottenhams wichtigstem Spiel seit 1976 dabei: fantastisch. Bis zum Schluss treu, der gute alte Cristian. Ich werde am Wochenende mein River-Plate-Trikot tragen. Ich finde das schrecklich.“ Und weiter: „Ich habe schon immer gedacht, dass Cristian Romero nur auf der Durchreise ist und Tottenham eine Ablenkung von Argentinien für ihn ist.“
Die Spurs könnten am letzten Spieltag das erste Mal seit 1977 aus der Premier League absteigen. Die Nordlondoner liegen vor der Partie zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg West Hams gegen Leeds würde Tottenham noch abrutschen. Gut für die „Lilywhites“: Aufgrund der um zwölf Treffer besseren Tordifferenz würde bereits ein Unentschieden gegen Everton zum Klassenerhalt reichen.

