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Bayern-Frust! Die Münchner spielen im Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain 1:1. Aber nach dem 4:5 im Hinspiel reicht das nicht. Der Traum vom Henkelpott und dem dritten Triple der Klub-Geschichte ist geplatzt.

Anders als beim Fußball-Fest in der französischen Hauptstadt stehen diesmal aber nicht die 22 Stars auf dem Rasen im Fokus, sondern – zum großen Unmut der Münchner – Schiedsrichter João Pinheiro (38). Der unerfahrene Portugiese (15. Königsklassen-Einsatz, erstes Halbfinale) zieht mit gleich drei Entscheidungen die Wut der Münchner auf sich.

Erst pfeift der Portugiese Kane in abseitsverdächtiger Position (Nuno Mendes könnte das Abseits knapp aufgehoben haben) überraschend früh zurück (23.). Dann der erste ganz große Aufreger: Der bereits gelb verwarnte Nuno Mendes bekommt den Ball an den ausgestreckten Arm. Die Bayern außer sich, fordern Gelb-Rot für den PSG-Star. Doch der Unparteiische gibt wegen eines angeblichen Handspiels von Laimer Freistoß für Paris (28.) – Fehlentscheidung! Laimer spielt den Ball mit Bauch und Oberschenkel.

Aufregung um möglichen Handelfmeter für die Bayern

Nur acht Minuten später der nächste Riesen-Aufreger – ganz München fordert Elfmeter! Vitinha schlägt den Ball aus dem eigenen Strafraum heraus. João Neves steht in der Bahn und blockt den Ball mit der Hand. Doch Pinheiro und auch der VAR lassen weiterspielen.

BILD-Schiri Manuel Gräfe (52): „Das ist Elfmeter und muss auch immer Strafstoß sein, weil es eine absichtliche Bewegung zum Ball ist.“ In der Regelauslegung des IFAB (internationales Gremium, das Änderungen der Fußballregeln beschließt) heißt es, wenn der Ball vom eigenen Spieler kommt und nicht auf das Tor kommt, handele es sich nicht um einen Elfmeter.

Dembélé schießt PSG ins Finale nach Budapest

Noch deutlich vor den Hand-Diskussionen und dem Schiri-Wirbel mutiert PSG zum Stimmungs-Killer und trifft die Bayern in der 3. Minute mitten ins Herz. Kvaratskhelia bedient Dembélé, der den Ball wuchtig unter die Latte knallt – 1:0 PSG. In den letzten sieben Champions-League-K.o.-Spielen war Kvaratskhelia jeweils an einem Tor beteiligt (sieben Tore und drei Vorlagen) – neuer Rekord in der Königsklasse.

Die Bayern, anders als im Hinspiel, mit vielen Ungenauigkeiten, einfachen Fehlern. Die Münchner tun sich schwer, werden meist nur durch Einzelaktionen von Olise und Díaz gefährlich. Auch nach der Pause fehlt es den Bayern an zündenden Ideen. Neuer verhindert mehrfach den K.o. (56./57./64.). Kane sorgt zwar in der Nachspielzeit (90.+4) für den Ausgleich. Am Ende aber zu wenig, um den Triple-Traum am Leben zu halten. Damit fährt der Titelverteidiger aus Paris am 30. Mai zum Endspiel nach Budapest und trifft dort auf den FC Arsenal.

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