Sweep gegen Lüneburg und die zehnte Meisterschaft in Folge für die BR Volleys! In einem hochklassigen dritten Finale holen sich die Berliner mit einem deutlichen 3:1 bei der SVG Lüneburg ihren 16. Meistertitel, gewinnen die Final-Serie 3:0 (3:1, 3:1, 3:1). Für die Niedersachsen bleibt wie im Jahr zuvor nur die Vize-Meisterschaft.
So deutlich das Ergebnis in der Halle, so schmutzig die Szenen vor der LKH Arena: Der starke Regen hatte einen der Parkplätze in eine Matsch-Landschaft verwandelt. Zahlreiche Autofahrer hatten große Probleme, blieben mit durchdrehenden Reifen stecken. Schlammschlacht um den Titel …
Nach dem gewonnenen ersten Satz tigert Volleys-Boss Kaweh Niroomand (73) noch hinter der Tribüne im Quadrat. Obwohl der langjährige Macher der Berliner schon alles erlebt hat, beruhigt ihn die Führung nicht. Knackpunkt des Matches: Der 2. Satz. Schnell führen die Gastgeber mit 4:0 – angefeuert von 3500 frenetischen Fans in der randvollen LKH Arena. Doch dann schmilzt der Vorsprung dahin wie ein Eis in der Sonne. Die Volleys mit fünf Punkten in Folge, gehen mit 12:11 in Führung. Und marschieren zum 25:22. 2:0. Was soll – aus Berliner Sicht – jetzt noch schiefgehen? Doch Niroomand bringt weiter seinen Schrittzähler zum Glühen …
Umkämpft der dritte Durchgang: 19:19, doch jetzt hämmert ausgerechnet Berlins Bester Jake Hanes (28) den Aufschlag ins Netz. Geht hier doch noch was für die Gastgeber? Ja! Denn jetzt passt alles. 24:21, drei Satzbälle. Den zweiten nutzen die Lüneburger 25:22, verkürzen auf 1:2. Doch der Start in den vierten Durchgang geht komplett daneben. 0:5 nach vier Minuten. Davon erholt sich die SVG nicht mehr. 6:14, 9:17, 12:24 – elf Matchbälle in Folge. Den ersten nutzt Jake Hanes zum Sieg. Die 200 Berliner Fans feiern, die Lüneburger sind faire Verlierer, bleiben trotz der Niederlage fast geschlossen in der Halle und applaudieren dem alten und neuen Deutschen Meister.

