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Dieser Schongang-Sieg hat einen kleinen Beigeschmack. Die Basketballer des FC Bayern marschieren weiter durch die Easycredit Basketball-Bundesliga. Gegen die Rostock Seawolves gewinnen Andi Obst & Co. problemlos mit 86:64. Kurz vor Ende gibt es jedoch Sorgen um einen Welt- und Europameister.

Foto: Dyn

Schon zur Pause ist die Angelegenheit vor 4.065 Zuschauern im BMW-Park klar. 44:27 für die Hausherren, die Gäste lassen offensiv zu viel liegen. Dyn-Kommentator Michael Körner über das Rostocker Problem: „20 Prozent Dreier-Quote – das ist zu dünn.“

Nach der Pause schalten die Bayern jedoch in den Schlendrian-Modus, Rostock holt sich das dritte Viertel mit 28:17 und ist vor dem Schluss-Abschnitt plötzlich auf sechs Zähler dran. Damit hatte wohl kaum einer gerechnet, nachdem München zwischenzeitlich schon mit Plus 18 vorn gelegen hatte. Doch zum Endspurt machen die Bayern wieder ernst, bringen wieder Abstand zwischen sich und die Seawolves. Auch, weil die Gäste im letzten Viertel nur noch mickrige neun Zähler zustande bringen.

Platz eins so gut wie sicher: Bayern siegt – aber Sorge um Weltmeister

Bitter jedoch aus Bayern-Sicht: Wenige Minuten vor Schluss verletzt sich Weltmeister Justus Hollatz. Nach einem Zusammenprall mit Rostocks Sid-Marlon Theis knallt er zu Boden, krümmt sich vor Schmerzen, hält sich die rechte Schulter. Mit einem Eisbeutel auf dem Gelenk verschwindet er kurz darauf in der Kabine. Immerhin: Nach einigen Minuten kommt er zurück in die Halle, schaut sich die letzten Minuten noch von der Bank aus an.

Hollatz sitzt mit betrübter Miene auf der Bank, hält sich den Eisbeutel auf die Schulter

Hollatz sitzt mit betrübter Miene auf der Bank, hält sich den Eisbeutel auf die Schulter

Foto: Dyn

Bester Werfer des Abends ist überraschenderweise kein Münchner. Die 17 Zähler von Lukasz Kolenda können selbst Obst und Justinian Jessup (beide 15) nicht toppen. Die Bayern bleiben zu Hause eine Macht. Mit nun 13 Siegen aus 14 Spielen ist der Titelverteidiger bestes Heimteam der BBL.

Am Freitag steht dazu passend schon das nächste Heimspiel für die Bayern an, Altmeister und erster Verfolger Alba Berlin kommt in den bereits ausverkauften SAP Garden. Gewinnt die Truppe von Trainer-Guru Svetislav Pešić auch dieses Spiel, haben sie den Hauptrundensieg sicher.

Und Rostock? Läuft nach der fünften Niederlage hintereinander große Gefahr, die schon sicher geglaubten Play-ins noch zu verspielen. Genügend Zeit zur Spielanalyse haben sie direkt nach der Partie. Die Seawolves fahren mit dem Bus zurück an die Ostsee. Kalkulierte Fahrzeit: rund zehn Stunden.

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