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Chaos am Montagabend in der Easycredit Basketball-Bundesliga! Das erste Viertel beim Spiel der Niners Chemnitz gegen Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets dauert 53 (!) Minuten. Am Ende siegen die Gäste mit 89:62 und haben mindestens Platz vier und damit das Heimrecht für den Start der Play-offs sicher.

Foto: Dyn

Weil die Technik der Anzeigentafel in der Messe Chemnitz plötzlich ausfällt, kommt es zu drei Spielunterbrechungen im ersten Viertel (jedes Viertel hat zehn Minuten Spielzeit). Der übertragende Sender Dyn zeigt zwischenzeitlich sogar eine andere Sendung („Threepeat“ mit C-Bas Meichsner und Paddy Fritzsche). Als wieder in die Halle geschaltet wird, verrät Kommentator Florian Pertsch: „Adrian Petkovic hat die Pause genutzt, war auf dem Klo.“ Das Spiel geht nach über 35 Minuten Unterbrechung mit einer portablen Spieluhr weiter. Pertsch süffisant: „Ein Stück weit unschön. Das wird ein langer Abend. Es müssen Daten von einem zum anderen Server geladen werden. Das dauert. Es ist halt Montag, da hat auch ein Computer nicht so Bock, zu arbeiten …“

Bei Spielunterbrechung: Basketball-Star rennt aufs Klo

Wirbel schon vor dem Spiel – Auslöser ist die Medienberichterstattung in Chemnitz. Pertsch verrät: „Der Bericht in der ‚Freien Presse‘ war schon sehr deutlich. Spieler sollen vor wichtigen Spielen bis vier Uhr nachts in der Disco gewesen sein, keine Motivation, einige planen schon ihren Abgang. Das war ein nicht gerade schmeichelhafter Artikel. Der sehr gut recherchiert war. Das ist eher kein Revolverblatt.“ Pertsch spricht den Niners-Spieler Yordan Minchev darauf an. Der Bulgare am Dyn-Mikro: „Höre ich zum ersten Mal. Ich verfolge nichts. Ich glaube aber, das stimmt nicht. Das ist definitiv nicht wahr. Wir behandeln jedes Spiel gleich. Manchmal kann man ein schlechtes Spiel haben. Wir nehmen hier nichts auf die leichte Schulter. Wir sind fokussiert.“

Mit 40:43 für Bamberg geht es in die Halbzeit. Das zweite Viertel verläuft ohne Komplikationen. Der Chemnitzer John Newmann III. bei Dyn: „So eine lange Pause habe ich noch nie erlebt. Das war eine echte Herausforderung, wieder ins Spiel zu finden. Wir könnten in der Defensive ein bisschen härter sein.“ Allerdings klappt bei den Gastgebern nicht mehr viel. Mit 50:68 für Bamberg geht es ins letzte Viertel – da ist die Vorentscheidung schon gefallen.

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