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Was für ein Montagabend in der Easycredit Basketball-Bundesliga für den deutschen Nationalspieler Nicholas Tischler (25/zwei Länderspiele)! Mit den EWE Baskets Oldenburg schlägt er die Rostock Seawolves (81:79) — erst sorgt er mit einem Mega-Fail für Aufsehen, dann wird er zum Matchwinner.

Foto: Dyn

Irre Szene Mitte des zweiten Viertels: Beim Stand von 26:23 für die Gastgeber fangen die Oldenburger einen Angriff ab: Christopher Clemons spielt einen artistischen Bodenpass zu Nicholas Tischler. Der stürmt alleine auf den Rostocker Korb zu. Die Lautstärke in der Halle steigt gewaltig an. Die Fans rechnen mit zwei sicheren Punkten – Tischler scheinbar auch. Er steigt hoch, will einen spektakulären Dunking zeigen, indem er sich einmal in der Luft um sich selbst dreht. Dyn-Kommentator Arne Malsch schreit begeistert ins Mikro: „Jetzt wird es kliiiiingeeeeln!“

Irre Szene: Basketball-Star hämmert Dunk daneben!

Doch dann passiert DAS: Tischler hämmert den Ball nur auf den Ring! Ooohs und Aaahs bei den Fans. Er selbst kann es nicht glauben. Da hat er sich wohl zu sicher gefühlt. Malsch: „Nee, nee! Der Verdunk. Und dann der fragende Blick von Lazar Spasic (Trainer der Oldenburger, die Red.). Nach dem Motto: Was hast du da denn vorgehabt? Der Schrauben-Dunk – wenn das klappt, ist das der absolute Stromstecker hier, der eingeführt wird beim Publikum. Wenn er rausgeht, kann es Rostock ein Stück weit pushen.“

Die Szene geht sogar noch weiter: Der Ball bleibt im Oldenburger Ballbesitz. Tischler kriegt den Ball noch mal – diesmal jenseits der Dreipunktelinie. Er wirft erneut – und wieder nur Ring. Wahnsinn! Tischler guckt fassungslos, hebt entschuldigend die Hand Richtung Mitspieler und Fans.

Die erste Hälfte des Spiels gestaltet sich ausgeglichen. Rostock gewinnt das erste Viertel mit 15:14. Mit 38:38 geht es in die Pause. Es bleibt weiter spannend: Mit 63:62 für die Gäste geht es in das Schlussviertel. Ausgerechnet Nico Tischler glänzt in der megaheißen Schlussphase, bringt die Halle mit seinen Punkten zum 80:78 zum Kochen – und die Vorentscheidung! Denn danach fällt nur je ein Punkt auf beiden Seiten.

Die Oldenburger, die zuletzt sensationell Alba Berlin geschlagen haben, dürfen weiter auf die Play-ins und sogar Play-offs hoffen.

Tischler nach dem Spiel bei Dyn: „Das war eine sehr physische Partie, kein Team konnte sich absetzen. Im Spiel habe ich einiges liegen lassen. Im Training ist mein Dunk zu hundert Prozent drin. Im Spiel ist das was anderes. Ich wollte unseren Zuschauern ein bisschen was bieten. Nächstes Mal kommt er.“

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