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Was als Fußballabend begann, endete im Chaos – und entfacht die Sicherheitsdebatte neu. Beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC (0:1) kam es zu massiven Ausschreitungen. Chaoten rannten durch den Innenraum, Pyrotechnik flog in gegnerische Blöcke. Szenen, die bundesweit für Entsetzen sorgen – und den Ruf nach härteren Maßnahmen lauter werden lassen.

Skandal von Dresden schockt beide Klubs

Hertha-Trainer Stefan Leitl fand nach Abpfiff klare Worte: „Es ist ein trauriger Tag für Fußball-Deutschland, was heute hier in Dresden passiert ist. Es sind zwei großartige Klubs, ein tolles Stadion und die Rahmenbedingungen sind nahezu perfekt, um einen Fußballabend genießen zu können, und dann so was. Es ist einfach sehr, sehr schade.“

Seit Monaten wird über strengere Stadionverbote und personalisierte Tickets diskutiert, um Gewalttäter schneller zu identifizieren. Hertha-Boss Dr. Peter Görlich und Dresdens Geschäftsführer Stephan Zimmermann hatten zuletzt versucht zu vermitteln. Die Bilder aus Dresden werfen diese Bemühungen nun zurück.

Hertha-Boss Dr. Peter Görlich (59/r.) und Dresdens Geschäftsführer Stephan Zimmermann (38) bei Sky

Foto: Burmann/City-Press

Klub-Bosse verurteilen Gewalt scharf

Dr. Peter Görlich sagt: „Pyrotechnik auf andere Menschen, das entspricht nicht unseren Werten, das ist aufs Schärfste zu verurteilen. Fans haben im Innenraum des Stadions gar nichts zu suchen. Ich sehe die Notwendigkeit einer lebendigen Fankultur. Aber die hört da auf, wo es mit Gewalt anfängt. Was wir heute gesehen haben, ist für mich tatsächlich ein Krisenzustand. Und darüber werden wir reden, aber eben erwarten, dass auch von der Fanseite eine klare Position kommt.“

Stephan Zimmermann ergänzt: „Was wir alle sehen mussten, ist ein massiver Schaden für uns als Verein und für den ganzen Fußball. Am Ende waren es wieder 50 bis 60 Leute, die ein beschämendes Bild von Dynamo abgegeben haben. Jetzt sind wir wieder diejenigen, die die ganze Suppe auslöffeln müssen. Was heute passiert ist, ist Wasser auf die Mühlen einiger Politiker, die viel härtere Maßnahmen haben wollen.“

Trainer fassungslos: Chaoten jagen sich in Dresden über den Platz!

Quelle: BILD

Auch Dynamo-Trainer Thomas Stamm zeigte sich enttäuscht: „Der Sport hätte heute im Vordergrund stehen sollen. Das war aber nicht so. Gerade nach der Anfangsphase mit der Trauerminute für Hansi Kreische und sehr viel Respekt seitens der Hertha-Fans umso enttäuschender. Jetzt stehen Dinge im Vordergrund, die im Fußball nichts zu suchen haben.“

Hohe Strafen drohen

Neben dem Imageschaden drohen auch finanzielle Konsequenzen. Görlich rechnet bereits mit Sanktionen: „Wir werden natürlich aufgrund der Pyrotechnik unsere gewohnte Strafe bekommen. Das wird sicherlich nicht günstig. Was ich tatsächlich auch nicht so prickelnd finde.“

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