Was ist nur mit der MT Melsungen los? Oder besser gefragt: Was ist in Melsungen los? Ab Sommer 2023 setzte der Klub aus Nordhessen an, sein ramponiertes Image in der Daikin Handball-Bundesliga aufzupolieren. Die Melsunger wurden Dauergast in nationalen Final-Fours um den DHB-Pokal, verpassten 2024/25 die Champions League nur knapp.
Handball: Paris will Melsungens Roberto Parrondo
Im Oktober 2025 warf die unter das Dach des Hauptsponsors B.Braun SE geschlüpfte Handball-GmbH ihren erfolgreich arbeitenden Sport-Vorstand Michael Allendorf (39, jetzt Geschäftsführer der HSG Wetzlar) raus. Triftige Gründe wurden rund um den kaum nachvollziehbaren Personal-Hammer nie genannt. Jetzt droht dem Klub nach dem Transfer-Klamauk um den Spanier Dani Dujshebaev (28) das nächste Beben. Im Falle Dujshebaevs hatte Melsungens Boss Andreas Mohr Anfang Februar noch öffentlich behauptet, der Wechsel sei „kein Thema“. Inzwischen wurde der Spanier allerdings doch verpflichtet.
Melsungens Spiel trägt seit Jahren die Handschrift von Trainer Roberto Parrondo (46). Der Spanier ist sich seiner Stellung beim Nordhessen-Klub mehr als nur bewusst. Problem für die Melsunger: Ein europäischer Top-Klub möchte sich offensichtlich bei seiner Jagd nach dem Königsklassen-Titel personell neu aufstellen. Es geht um Paris Saint-Germain, das dem Vernehmen nach ab spätestens Sommer 2027 einen neuen Übungsleiter präsentieren will.
Bis dahin läuft der Vertrag des Dänen Stefan Madsen (49). Das Branchengerücht, Parrondo solle Madsens Nachfolger in der französischen Hauptstadt werden, wird nun immer heißer. Zuvor schwappte die Information durch die Szene, Parrondo habe sich auch bei den ungarischen Top-Klubs KC One Veszprem und Pick Szeged in Stellung gebracht. Wie Paris sind auch Veszprem und Szeged beseelt von dem Wunsch, zeitnah den Titel in der Champions League zu holen.
In der Bundesliga geht es für Parrondo und seine Melsunger am Freitag (19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) mit dem Heimspiel gegen den THW Kiel weiter.

