Vor dem Schwaben-Derby der BBL verlängerte Vizemeister Ulm mit Coach Ty Harrelson (45) den Vertrag bis 2028. Sein Team findet das offenbar gut, schenkt ihm gegen Würzburg am Ende einen deutlichen 93:76-Erfolg.
Dabei tun sich seine Ulmer lange schwer, liegen Mitte des dritten Viertels nur mit sieben Punkte (54:47) vorn. Doch ein 15:3-Lauf lässt alle Ludwigsburger Hoffnungen auf einen Auswärtssieg platzen. Einzig Traveon Buchanan lässt mit seinen fünf Dreiern den Ulmer Vorsprung nicht zu groß werden. Am Ende verliert Würzburg vor allem, weil sie mit nur 31 Prozent eine miserable Zweier-Quote haben. Selbst die Dreier fallen deutlich besser. Dazu kommen 24 Ballverluste, viele forciert durch die harte Ulmer Defense.
Würzburgs Traveon Buchanan: „Wir haben zu schlampig gespielt, einfach zu oft den Ball verloren. Und sie haben jedes Mal gepunktet. Wir müssen es schnell abhaken und am Sonntag gegen Hamburg besser machen.“ Beste Spieler: Chris Sengfelder (Ulm/ 24 Punkte), Traveon Buchanan (Ludwigsburg/ 23 Punkte).
Würzburg – Chemnitz 81:69
Wie in Ulm hat auch Würzburg mit seinem Coach verlängert. Trainer Sasa Filipovski (51) hat jetzt ein gültiges Arbeitspapier bis 2029. Und auch sein Team macht um den neuen Vertrag ein Schleifchen, schlägt Chemnitz deutlich mit 81:69. Beste Spieler: Davion Mintz (Würzburg/ 28 Punkte), Kevin Yebo (Chemnitz/ 15 Punkte).
Rasta Vechta – Science Jena 101:64
Höchster Saisonsieg der Rastafari gegen den Aufsteiger aus Trier. Dabei sind die Niedersachsen zunächst gar nicht auf dem Court, brauchen vier Minuten, um die ersten Punkte zu machen. Da führt Jena aber schon 13:0. Doch es dauert nur zweieinhalb Minuten, dann ist das Spiel nach einem Verge-Freiwurf wieder ausgeglichen (15:15/ 7.). Danach zieht Vechta davon. Und profitiert in der zweiten Hälfte davon, dass Jena achteinhalb Minuten NICHTS trifft. Vechta dadurch mit 87:55 vorn, siegt am Ende locker mit 101:64. Beste Spieler: Tevin Brown (Vechta/ 21 Punkte), William McNair (Jena/ 14 Punkte).
Rostock – Trier 118:103
Bittere Auswärtsniederlage für Aufsteiger Trier. 103 Punkte erzielt – und trotzdem verloren. Hauptgrund: Die Dreier der Rostocker: Insgesamt feuerten die Seawolves 40 Würfe von Downtown ab, trafen 16 davon (40 Prozent). Dazu punkteten sechs Rostocker zweistellig. Topscorer: TJ Crockett (Rostock/ 19 Punkte), George King (Trier/ 22 Punkte).

