Was für eine Abreibung! Heidelberg geht mit neuem Headcoach gegen Alba Berlin unter, verliert das BBL-Heimspiel mit 54:87 (28:43).
Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge und dem Absturz auf Platz 17 musste Headcoach Danny Janssen gehen. Doch auch sein bisheriger Co-Trainer Carlo Finetti (30) kann die Pleitenserie nicht stoppen.
Bei den Berlinern war die Frage: Wie hat Alba die bittere Niederlage im Pokalfinale (72:74) gegen Bamberg verkraftet? Klare Antwort: Sehr gut! Die Berliner übernehmen schnell das Kommando, führen nach acht Minuten bereits mit neun Punkten (15:6). Zwar kommen die Heidelberger Mitte des zweiten Viertels nochmal ran (26:26), doch dann marschiert nur noch Alba. 43:28 zur Halbzeit. Albas Kapitän Jonas Mattisseck ist trotzdem nicht ganz glücklich: „Unsere Offense ist noch etwas rostig.“
Heidelbergs neuer Coach Carlo Finetti versucht den Rückstand positiv zu sehen: „Ich habe 15 gute Minuten gesehen. Den Rest müssen wir anpassen.“ Klappt nicht. Alba startet mit einem 8:2-Lauf, schraubt das Match außer Reichweite, führt nach einem Kayil-Dreier sogar mit 22 Punkten (54:32/ 24.). Es wird ein Heidelberger Desaster. Vor allem, weil Albas Moses Wood nahezu alles trifft. 25 Punkte, davon sechs von acht Dreier. Und im ausverkauften SNP Dome wird es jetzt ganz leise … Das fällt auch Dyn-Kommentator Chris Schmidt auf: „Die ersten Heidelberger Zuschauer gehen – oder holen sich vielleicht nur ein Bier. Aber ich beoabachte das mal.“
Trainer-Effekt? Welcher Trainer-Effekt. Ist Finetti schon finito? Der probiert alles, nimmt nach einem Kayil-Layup bereits nach 57 Sekunden im letzten Viertel schon wieder eine Auszeit: „Wir sind nicht tot!“ Finetti klingt verzweifelt. „Neun verfluchte Minuten noch! Reisst Euch zusammen!“ Alba geht’s die letzten Minuten etwas lockerer an. Nur nicht der überragende Moses Wood. Der macht mit einem Buzzer-Beater den Endstand klar. Seine 25 Punkte sind Career-high.
Beste Spieler: Moses Wood (Alba/ 25 Punkte), Ryan Mikesell (Heidelberg/ 10 Punkte).
Oldenburg – Bonn 98:94
Umkämpftes Duell, das erst im letzten Viertel entschieden wird. Weil Oldenburgs Nicholas Tischler in den letzten zehn Minuten neun Punkte macht. Der Nationalspieler kommt auf starke 21 Punkte, nur sein Teamkollege Chris Clemons (24 Punkte) trifft noch besser. Bester Bonner: Grayson Murphy (21 Punkte).

