Beim 3:0 in Bremen verletzte sich Manuel Neuer – und plötzlich ist alles offen. Der Weltmeister zog sich einen Faserriss in der linken Wade zu. Seitdem stellt sich beim FC Bayern mehr denn je die Frage: Wie geht es weiter mit dem 39-Jährigen?
Nach SPORT BILD-Informationen gibt es intern erste Zweifel, ob Neuer seine Karriere über den Sommer hinaus fortsetzt. Eine Entwicklung, die so nicht absehbar war.
Bayern überrascht: Neuer sagt DFB ab
Für Verwunderung sorgte vor allem die Klarheit seiner jüngsten Entscheidung. Nachdem Präsident Herbert Hainer (71) Mitte Februar in SPORT BILD öffentlich für eine WM-Nominierung geworben hatte, erteilte Neuer einer DFB-Rückkehr eine endgültige Absage. Was bedeutet das für das Bayern-Tor?
Noch hat Neuer den Bossen nicht mitgeteilt, ob er seinen bis 30. Juni 2026 laufenden Vertrag verlängern möchte. Einzig ein Zeitpunkt für Gespräche steht fest: die Länderspielpause Ende März. Am 27. März wird Neuer zudem 40 Jahre alt. Bis dahin wollte er sich Gedanken machen und in seinen Körper hineinhören, wie er intern hinterlegt hat.
FC Bayern: 50:50 bei Neuer-Zukunft
Aus dem Umfeld des Keepers heißt es, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die Chancen auf eine Fortsetzung sollen bei 50 Prozent liegen. Ehefrau Anika (25), selbst frühere Handballerin, überlasse ihm die Wahl. Ob noch ein Jahr im Tor – oder ab Sommer mehr Zeit für die Familie mit Sohn Luca (1): Sie stehe hinter ihm.
Zwischenzeitlich schien eine Verlängerung so gut wie beschlossen. Neuer spielt eine stabile Saison und wurde sogar wieder fürs WM-Tor gehandelt. Intern galt: Fühlt er sich fit, bekommt er ein neues Angebot – anders als zuvor Thomas Müller (36).
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Jonas Urbig steht als Neuer-Nachfolger bereit
Doch auch ohne Neuer sehen sich die Sportbosse Max Eberl (52) und Christoph Freund (48) gerüstet. Das Szenario eines Rücktritts wurde intern bereits durchgespielt. Jonas Urbig (22), der Neuer in dieser Saison vertreten sollte, soll dann die neue Nummer eins werden.
Eberl holte Urbig im Januar 2025 für sieben Millionen Euro vom 1. FC Köln. Durch Boni kann die Ablöse auf bis zu zehn Millionen Euro steigen. Sein Vertrag läuft bis 2029. Zum Vergleich: Für Neuer zahlte Bayern 2011 inklusive Boni rund 30 Millionen Euro an Schalke.

