Der deutsche Handball-Meister bleibt im Kampf um die Champions-League-Plätze in der Daikin HBL voll im Rennen. In der ausverkauften Max-Schmeling-Halle schlagen die Füchse Berlin die Rhein-Neckar Löwen mit 35:28. In der Bundesliga ist es der achte Sieg in Folge, die letzte Niederlage gab’s am 11. Dezember beim 39:40 in Flensburg. Eine Serie, die nötig ist im Kampf um die Königsklasse, für die sich nur die ersten beiden sicher qualifizieren. Denn hinter dem SC Magdeburg, der Richtung Titel marschiert, liegen gleich fünf Teams innerhalb von nur vier Minuspunkten: Flensburg, Lemgo, Kiel, Gummersbach und eben Berlin. Deshalb macht Bob Hanning (58) seinen Füchsen Champions-League-Druck!
Im Halbzeit-Interview bei Dyn wird der Füchse-Boss von Moderatorin Lea Rostek auf den Kampf um die Champions League angesprochen. Wie gewohnt redet Hanning nicht um den heißen Brei herum: „Es ist genau das, es ist schon ein Schlüsselspiel, du musst genau diese Spiele zu Hause gewinnen. Wir haben gegen Lemgo und gegen Hamburg die Punkte liegen lassen, das tut natürlich doppelt weh. Das kannst du dir nicht mehr erlauben, wenn du den Anspruch hast, auf Platz zwei oder drei zu kommen. Ich finde, wir haben nach der Europameisterschaft nicht diese Bissigkeit gehabt, ein Spiel auch mal zuzumachen.“ Kurios: Ausgerechnet von der 31:33-Niederlage in der Champions League gegen Kielce erhofft sich Hanning einen Push: „Vielleicht hat es genau das gebraucht. Die haben uns wirklich mit einer sehr harten Gangart attackiert, wir haben versucht, uns zu wehren, aber es hat uns was gefehlt. Heute habe ich das Gefühl, dass wir einfach viel präsenter sind, als wir das die letzten Spiele waren. Das werden wir haben müssen, gerade auch auswärts, wenn wir wirklich diese Zielsetzung haben, Platz zwei oder drei anzugreifen.“
Handball-Bundesliga: Füchse Berlin schlagen Rhein-Neckar Löwen deutlich
Gegen die Löwen werden die Weichen früh auf Sieg gestellt, nach 16 Minuten sind es beim 9:5 erstmals vier Tore Vorsprung. Gäste-Trainer Maik Machulla, der zuvor in Berlin noch nie verloren hatte, wirkt bei seiner Auszeit fast schon irritiert. Denn seine Truppe scheint nichts von dem zu machen, was vorher besprochen war: „Wir haben gesagt, wir wollen mit Tempo spielen. Wir wollen aggressiv sein. Wir wollen Richtung Tor.“ Tatsächlich sind seine Spieler immer dann auf Augenhöhe, wenn sie das Tempo anziehen, machen so zwischenzeitlich aus einem 12:19-Rückstand ein 24:26 (49.). Doch ein 6:0-Lauf des Meisters macht den Deckel drauf. Beste Werfer sind zwei deutsche Nationalspieler: Tim Freihöfer (Berlin) macht neun Tore, Jannik Kohlbacher (Löwen) acht Treffer.

