Für viele war es die vorweggenommene Meister-Entscheidung. FC Bayern München gegen Borussia Dortmund – das Bundesliga-Klassiker hielt, was er jede Saison aufs Neue verspricht. 3:2 stand es nach einem rasanten Spiel am Ende für den Rekordmeister. Den Verfolger – wenn man ihn noch so nennen kann – erfolgreich abgeschüttelt. Zehn Spiele vor Saisonschluss sind es elf Zähler Vorsprung.
Der Dauer-Meister also bereits in Meisterlaune? Joshua Kimmich schlug nach dem Spiel in eben jene Kerbe: „Das werden wir nicht mehr abgeben“, stellte der DFB-Star fest.
Bayern-Trainer Vincent Kompany schlug hingegen andere Töne an. Im Post-Match-Interview sagte der Belgier: „Ab Montag ist das wieder vorbei. Ich habe es schon gemeint: Ich kann hier nicht herkommen und sagen, wenn wir das Spiel verlieren, sind es nur noch fünf Punkte, und jetzt sind es elf Punkte, also ist alles entschieden. Es geht weiter. Ich glaube, Lothar hat’s angesprochen: Wir haben jetzt 88 Tore, warum also aufhören? Einfach Vollgas weitergehen. Wir haben auch einen guten Kader. Das heißt, es wird ganz wenige Momente geben, in denen wir die Mannschaft schwächen. Es gibt andere Spieler, die heute nicht gespielt haben und die uns noch weiterhelfen müssen. Ich freue mich auf diese letzten zwei, drei Monate.“
Die komplette Folge „Bayern Insider“: BVB-Duell und unzufriedene Spieler
Spannend: Warum spricht Kompany die Torausbeute der Bayern an? Vielleicht, weil ein Rekord in greifbare Nähe rückt und als Motivationshilfe für die Stars dienen kann? Der Bestwert für die meisten Tore in einer Bundesliga-Saison liegt nämlich bei 101 Treffern – aufgestellt von den Bayern 1971/72. Also vor mehr als 50 Jahren. Nach 24 Spieltagen fehlen den Münchnern nur noch 14 Treffer, um diesen Ewig-Rekord zu brechen.
Wer dabei wohl am meisten helfen wird: Super-Stürmer Harry Kane (32), der weiter in bestechender Form ist. 30 Treffer stehen diese Saison bereits zu Buche, auch gegen den BVB traf der Engländer wieder. Und zwar doppelt.

