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Deutscher Abend in der Handball-European-League! Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt gewinnt ebenso wie die TSV Hannover-Burgdorf und der THW Kiel im Europapokal am Dienstagabend. Nur die MT Melsungen verliert. Die Ersten der vier Hauptrundengruppen stehen direkt im Viertelfinale, der Zweite und Dritte müssen in die Play-offs.

Foto: BILD

SG Flensburg-Handewitt — Montpellier HB 40:35

Die Neuauflage des European-League-Finales der letzten Saison! Damals siegte Flensburg in Hamburg, holte den Pott. Auch diesmal gibt es einen Sieg! Allerdings ein hartes Stück Arbeit. Zur Pause steht es 21:20! 41 Tore in 30 Minuten – ein echtes Tor-Feuerwerk in der ersten Halbzeit.

Was schon in der Anfangsphase auffällt: Es wird keine Musik in der Halle in Flensburg gespielt. Stattdessen ungewöhnliche Stille. Dyn-Kommentator Markus Götz klärt auf: „Wer sich wundert über die Ruhe in der Halle, keine Musik-Zuspieler im Moment, keine Beschallung. Ich habe mir gerade sagen lassen, dass es einen medizinischen Notfall gibt. Und deswegen verzichtet man im Moment darauf. Was Genaueres weiß ich nicht. Wir drücken nur ganz fest die Daumen, dass es hoffentlich nicht so schlimm ist.“

Direkt nach dem Vorfall ist rhythmisches Klatschen der rund 5000 Zuschauer zu hören. Im Laufe des Spiels bleibt Applaus die einzige Lärmquelle. Götz kurz vor der Pause: „Wenn ich das richtig deute, ist die ganze Atmosphäre in der Halle nach wie vor sehr gedämpft. Die medizinische Situation, was auch genau passiert ist, scheint noch nicht ganz im Griff zu sein. Man kann nur weiter die Daumen drücken. Den Mannschaften bleibt nichts anderes übrig, als ihren Job zu machen.“ Auch in der zweiten Halbzeit ändert sich nichts: Keine Musik, nur Applaus.

Nach dem Spiel die traurige Nachricht: Der Zuschauer ist verstorben. SG-Geschäftsführer Holger Glandorf: „Leider blieben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund.“

Patrick Volz ist erfolgreichster Flensburger Torschütze mit neun Treffern. Torhüter Benjamin Buric kommt auf 13 Paraden.

Kadetten Schaffhausen — TSV Hannover-Burgdorf 24:36

Zweites Spiel in Gruppe 4, zweiter Sieg! Hannover gewinnt souverän in der Schweiz, marschiert Richtung Viertelfinale. August Pedersen (sieben Tore) und Renars Uscins (fünf Tore) sind die besten Werfer beim Bundesligisten. Joel Birlehm zeigt 14 Paraden.

Bidasoa Irun — THW Kiel 32:37

Zweiter Sieg auch für Kiel in der Hammer-Gruppe mit Flensburg. In Spanien ist Bence Imre mit sieben Toren bester Torschütze.

HC Vardar Skopje — MT Melsungen 37:33

Große Personalnot beim Bundesligisten: David Mandic, Vlad Kulesh, Olle Forsell Schefvert, Dainis Kristopans, Nikolaj Enderleit, Timo Kastening, Arnar Freyr Arnarsson, Adrian Sipos, Nebojsa Simic und Kristof Palasics sind nicht dabei. Wegen Verletzung, Krankheit oder weil sie geschont wurden. Stattdessen sind viele Jugendspieler in Mazedonien dabei. Reynir Thor Stefansson erzielt zwölf Tore für die Gäste.

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