Das hatten sie sich anders vorgestellt!
Die Eishockey-Frauen sind die ersten Athletinnen aus Deutschland, die bei den Olympischen Winterspielen im Einsatz sind. Bereits vor der offiziellen Eröffnungsfeier am Freitagabend (20 Uhr, ARD und Eurosport live) verlieren sie ihr erstes Gruppenspiel gegen Schweden mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1). Damit steht das DEB-Team vor den kommenden Begegnungen am Sonnabend gegen Japan, am Montag gegen Frankreich und am Dienstag gegen Gastgeber Italien bereits unter Zugzwang. In der Fünfer-Gruppe ist mindestens Platz drei erforderlich, um das Viertelfinale zu erreichen.
Franziska Feldmeier (27) ist von gleich drei Schwedinnen umringt
Dabei beginnt das Turnier für die deutsche Auswahl um Playboy-Model Franziska Feldmeier (27) vielversprechend. Die deutsch-kanadische Angreiferin Nina Jobst-Smith (24), geboren in Großbritannien, bringt Deutschland in der 9. Minute in Überzahl in Führung. Die Verteidigerin der Vancouver Goldeneyes trifft mit einem platzierten Schlagschuss.
Im weiteren Verlauf kippt die Partie jedoch. Aus einem Gewühl vor dem Tor erzielt Lina Ljungblom (24) den Ausgleich zum 1:1. Mitte des zweiten Drittels legt sie erneut nach und trifft mit einer Spielerin mehr auf dem Eis zum 2:1 für die „Tre Kronors“ (28.). Bei beiden Treffern sieht Deutschlands Torhüterin Sandra Abstreiter (27), Teamkollegin Ljungbloms bei Victoire Montreal, unglücklich aus. Kurz vor der zweiten Pause folgt der nächste Rückschlag: Ein Schlagschuss von Mira Jungaker (20) landet im Powerplay mit der Sirene exakt im Winkel.
Beim vierten Gegentreffer ist Abstreiter dann machtlos. Offensiv bleibt das deutsche Team mit zunehmender Spieldauer allerdings zu harmlos. Nach 40 Minuten sprechen die Torschüsse mit 9:28 bereits eine deutliche Sprache, am Ende stehen 16:37 Versuche zu Buche. Nach dem guten Start gelingt es dem DEB-Team kaum noch, gefährliche Aktionen zu kreieren.
So fällt in der 52. Minute fast folgerichtig das 4:1 für Schweden durch Thea Johansson (23). Für die deutschen Eishockey-Frauen ist es ein Auftakt, den sie schnell abhaken müssen.

