Top-Spiel der Easycredit Basketball-Bundesliga. Aufsteiger Trier (3.) gegen Spitzenteam Alba (2.). Und deren Youngster Jack Kayil sorgt im letzten Viertel für den Berliner Sieg (99:92).
Wie schon in der ganzen Saison spielen die Gladiators frech und schnell auf, überrollen die Berliner, führen mitunter mit 15 Punkten, gehen mit 54:47 in die Pause. Doch im Stile einer Spitzenmannschaft ließen sich die Berliner nicht aus der Ruhe bringen und schafften nach 30 Minuten den Ausgleich. Und nach 31 Minuten sorgt Point Guard Martin Hermannsson für die erste Führung (76:31).
Doch die Szene des Tages liefert wenig später mal wieder sein kongenialer Partner Jack Kayil (20). Der nur 1,90 m große Berliner zieht von der rechten Baseline zum Korb und hämmert den Ball mit einem beidhändigen Dunk zum 90:85 durch das Netz. Poster-Dunk mit seinem Gegenspieler Marten Linßen! „Das saugt hier komplett die Energie aus der Halle!“, bemerkt Dyn-Kommentator Dominik von Burchard.
Schon wieder Jack Kayil: 99:92! Youngster rettet Alba in Trier
Trier geschockt. Und Alba dominiert das Spiel. Will sich mit einem deutlichen Sieg auch den direkten Vergleich holen. Das Hinspiel hatte Trier im Oktober in Berlin mit 97:92 gewonnen. Und auch das klappt: Norris Agbakoko, Moses Wood und natürlich Kayil, der mit 24 Punkten seinen Karriere-Bestwert erreicht, verlegen das Spiel außer Reichweite für die Gladiators. Endstand 99:92, Alba bleibt damit Zweiter und damit erster Verfolger der Bayern.
„Das passiert halt manchmal“, sagt Triers Marten Linßen frustriert danach. „Dumm gelaufen.“Albas Martin Hermannsson war deutlich erleichtert: „Ein großer, ganz wichtiger Sieg für uns mit Blick auf die Tabelle. So wie Trier gespielt hat, dachte ich, es ist unmöglich, hier zu gewinnen.“ Für Trier war es erst die zweite Heimpleite für den starken Aufsteiger.
Topscorer: Jordan Roland (Trier/ 26 Punkte), Jack Kayil (Berlin/ 24 Punkte)

