Auftakt geglückt.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft startet mit einem 30:27 gegen Österreich in die Europameisterschaft. Unsere Nachbarn finden über weite Strecken keinen Zugang gegen die starke deutsche Abwehr, trotz aller Bemühungen und dem Einsatz ihrer umstrittenen Überzahl-Variante.
Im Vorfeld hatte DHB-Torhüter Andreas Wolff (34) das Spiel der Österreicher als „Anti-Handball“ bezeichnet. Der Grund: Im Angriff tauscht Österreich regelmäßig den Torwart gegen einen siebten Feldspieler aus, um eine Überzahlsituation zu schaffen.
Österreich konterte öffentlich. Doch auf dem Spielfeld blieb die erhoffte Revanche vor 5820 Zuschauern in Herning aus. Die deutsche Abwehr, von Alfred Gíslason (66) in einer Auszeit gepriesen, stellt sich als zu stark heraus. Der Bundestrainer: „Das ist eine phänomenale Abwehr. Wir zermürben die da in der Abwehr. Weiter so, weiter so.“
Die deutsche Deckung hält die Österreicher zur Halbzeit auf nur acht Treffer (12:8). Abwehrchef Johannes Golla (28) glänzt dabei nicht nur in der Verteidigung, sondern auch im Angriff, wo er sieben seiner acht Versuche erfolgreich verwandelt.
Kurios: Ein kleiner Zwischenfall sorgt für einen kurzen Moment der Ablenkung. Eine Wespe landet auf dem Shirt von Renars Uscins (23) während eines Timeouts. Doch Juri Knorr (25) reagiert schnell und entfernt das Tier.
Im zweiten Durchgang zieht Deutschland dann weiter davon. Die Fehler der Österreicher häufen sich, das deutsche Tempospiel kommt ins Rollen und bei 17:12 ist der Vorsprung erstmals auf fünf Tore angewachsen (38. Minute).
Weiter geht es am Samstag um 20.30 Uhr (ARD und Dyn) gegen Serbien. Ein Sieg würde den Sprung in die Hauptrunde so gut wie sichern.

